(dpa/AUTO BILD/KI) Die Preise für Gebrauchtwagen zeigen laut der aktuellen Auswertung des Marktbeobachters DAT, die für die Deutsche Presse-Agentur durchgeführt wurde, einen rückläufigen Trend. Besonders stark ist der Preisrückgang bei Elektroautos zu verzeichnen, wo ein Rückgang von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festgestellt wurde. Auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren sind Abschläge zu bemerken, wenngleich diese mit 7 Prozent bei Benzinern und 5 Prozent bei Dieselfahrzeugen weniger stark ausfallen.
Die Restwerte, die anzeigen, wie viel Prozent vom ursprünglichen Listenpreis eines Fahrzeugs nach einer gewissen Zeit noch erhalten ist, haben für alle Antriebsarten nachgelassen. Diese Entwicklung könnte mit einer allgemeinen Kaufzurückhaltung zusammenhängen, was zur Folge hat, dass Autos länger bei den Händlern stehen und diese wiederum die Preise senken. Allerdings scheint die Tendenz des Preisverfalls nachzulassen. Ein Sprecher äußerte die Erwartung, dass der markante erste Abschwung vorüber sei und die Preisentwicklung sich nunmehr abflachen dürfte.

Gebrauchtwagenmarkt normalisiert sich

Interessant ist die Beobachtung, dass der prozentuale Restwert bei Dieselfahrzeugen im April erstmals seit dem Jahr 2015 – dem Jahr des Dieselskandals – über dem von benzinbetriebenen Autos lag, was auf ein geringeres Angebot und eine höhere Nachfrage zurückgeführt wird. Trotz des aktuellen Preisrückgangs liegen die Restwerte von Benzinern und Dieseln mit 64,5 Prozent beziehungsweise 64,6 Prozent immer noch über den Vor-Corona-Werten, die sich üblicherweise um die 55 Prozent bewegten.
ANZEIGE
Neuwagen kaufen
Carwow PkwSpare im Durchschnitt 8.100€!*
Ein Service vonCarwow Logo

Einfach zum neuen Auto!

Transparente Preise

Vertrauenswürdige Händler

Angebote aus deiner Nähe

Stressfrei & ohne Verhandeln

* Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler.
Thomas Peckruhn, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, kommentiert, dass sich der Gebrauchtwagenmarkt nach den Zeiten des Mangels wieder normalisiere, mit einem größeren Angebot und einer Situation, in der Kunden nicht mehr gezwungen sind, jedes verfügbare Fahrzeug zu kaufen. Bei Elektroautos jedoch, deren Restwerte nach dem Einbruch bei 50,7 Prozent liegen, kann man nicht von einer Normalisierung sprechen, da diese noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau sind.
Der gebrauchte Elektroautomarkt erlebt trotz geringerer Restwerte keinen Aufschwung, was unter anderem daran liegt, dass der Listenpreis für Elektrofahrzeuge vor Abzug von Prämien und Rabatten in der Regel höher ist als bei Verbrennern. Zudem ist der Markt noch relativ jung. Mit einem Anteil von zwei Prozent an den Besitzumschreibungen und knapp drei Prozent am deutschen Fahrzeugbestand ist das Segment der Elektroautos noch in der Entwicklungsphase. Die Mehrheit der Elektrofahrzeuge ist zudem relativ neu und befindet sich in Privatbesitz, was darauf hindeutet, dass der Markt für gebrauchte Elektroautos noch Zeit benötigen wird, um sich zu etablieren.
Peckruhn erwähnt, dass die Restwerte im Bereich der Verbrenner wieder relativ stabil sind, besonders bei attraktiven Modellen. Im Bereich der Elektroautos besteht hingegen weiterhin Preisdruck.