Jetzt wird's ernst im elektrischen Motorsport: Porsche hat sein neues Gen4-Auto für die Formel E erstmals auf die Strecke geschickt. In Almeria und Monteblanco drehte der Nachfolger des 99X Electric Gen3 erste Runden und zeigte: Die Elektro-Serie steht vor einem echten Leistungssprung.

Porsche zeigt Gen4 auf der Rennstrecke

Bis zu 600 kW, also satte 816 PS, stehen im Attack Mode bereit. Das sind 71 Prozent mehr Power als bisher. Permanenter Allradantrieb, neue Reifen und deutlich mehr Abtrieb sollen das Gen4-Auto zur bislang schnellsten und spektakulärsten Formel-E-Generation machen. Porsche-Projektleiter Florian Modlinger spricht sogar von einer "Revolution".
Seit November 2025 läuft das Testprogramm. Rund 1500 Kilometer hat der Prototyp bereits abgespult. Viele Entwicklungen fanden zuvor im Simulator statt, denn Testtage sind in der Formel E streng begrenzt. In der aktuellen Phase geht es vor allem um Zuverlässigkeit. Später wird an der letzten Zehntel gefeilt, vor allem über die Software.
Porsche lässt erstmals das neue Gen4-Auto der Formel E von der Leine – mit bis zu 816 PS und Allrad.
Bild: Porsche
Schon heute erreicht Porsche mit seinem Elektro-Antrieb einen Wirkungsgrad von über 97 Prozent. Von der Batterie bis zum Rad gehen weniger als drei Prozent Energie verloren. Bei der Gen4-Generation sollen neben der Effizienz auch Gewicht, Haltbarkeit und Kosten optimiert werden; mit klarer Nähe zur Serie. Denn genau hier sieht Porsche den Mehrwert der Formel E.

Porsche bringt 2026/27 gleich zwei Werksteams

Neu ist außerdem: Zwei bislang standardisierte Bauteile dürfen künftig frei entwickelt werden – der DC-DC-Konverter und das Brake-by-Wire-System. Mehr Freiheiten also für die Ingenieure.
Ab der Saison 2026/27 geht das Gen4-Auto an den Start. Porsche plant mit zwei Werksteams – und einem Elektro-Renner, der mit 816 PS endgültig das Vorurteil vom langweiligen Elektro-Renner beerdigen dürfte.