Gerichtsverhandlung zum Sand-Unfall auf der A 19
Sandwolken-Prozess hat begonnen

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Eine 53-Jährige ist in Rostock wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Ihr wird vorgeworfen, im April 2011 bei einem Horror-Crash auf der A19 in einer Sandwolke zu schnell gewesen zu sein.

Eine 53-Jährige aus Brandenburg ist angeklagt. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung.
Der 53-Jährigen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Sie soll in die Wolke, die südlich von Rostock über die Autobahn fegte, mit einem Tempo von 78 bis 94 Stundenkilometern gefahren sein, ohne das Tempo zu drosseln. Dort fuhr sie den Ermittlungen zufolge auf ein Auto auf, in dem dann ein älteres Ehepaar starb. Die Frau selbst wurde schwer verletzt.
"Bis zum Unglück unfallfrei gefahren"
"Ich möchte die Chance nutzen, den Verlauf klarzustellen", sagte die Angeklagte vor Gericht. Sie sei von Berlin kommend mit ausreichend Sicherheitsabstand zum Auto vor ihr unterwegs gewesen. Ihr eigenes Tempo habe etwa 80 Stundenkilometer betragen. Sie sei in einer Kolonne unterwegs gewesen, die Autos vor ihr hätten das gleiche Tempo gehabt. Die 53-Jährige betonte, sie sei eine vorausschauende Fahrerin. Bis zu dem Unglück auf der A19 habe sie keinen Unfall gehabt.
Dauer des Verfahrens unklar – 30 Zeugen geladen

Viele Autos verbrannten im April 2011 auf der A19. Der starke Wind, der auch den Sand aufgewirbelt hatte, hatte das Feuer angefacht.
Bild: dpa
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