Gebrauchtwagen: Smart fortwo von Mansory
Bei diesen Mansory-Umbauten sollte man Preis-Leistung ignorieren

Ein Mansory für unter 70.000 Euro? Klingt nach Schnäppchen. Bis man realisiert, dass man für das Geld auch einen gebrauchten Porsche bekommt!
Bild: Royal Cars Company
Eigentlich ist Mansory für seine schrillen, protzigen und mit Carbon überfluteten Umbauten bekannt, darunter der Art Piece AL3C – MONO907Y auf Basis der G-Klasse oder der Mansory Equestre auf Basis des Ferrari 12Cilindri.
Anders sieht es jedoch bei diesen zwei gebrauchten Smart fortwo aus, die aktuell bei einem Händler aus Frankreich angeboten werden: dezente Farben, angemessene Carbon-Parts und geschmackvolle Leichtmetallfelgen. Einziges Manko: Beide Fahrzeuge kosten knapp 70.000 Euro und liegen damit auf einem ähnlichen Niveau wie ein gebrauchter Porsche 718 Cayman, eine Corvette C7 oder ein Mercedes-AMG GT.
Gepimpte Stadtflitzer
Für die meisten steht der Smart fortwo wohl für das klassische kleine Stadtauto, das einfach in jede Parklücke passt. Wer also genau danach sucht und weder auf die Neuauflage unter dem Namen Smart #2 warten möchte noch auf Elektroantrieb scharf ist, dürfte Gefallen an diesen zwei Modellen finden. Sie kommen schließlich mit Verbrennungsmotoren und sind alles andere als gewöhnliche Exemplare vom Band. Die Voraussetzungen für ernsthaftes Interesse: eine gewisse Ignoranz gegenüber dem Preis-Leistungs-Verhältnis und ein gut gefülltes Portemonnaie.

Der angebotene Mansory-Smart kommt mit zurückhaltender grauer Lackierung und Teilen aus Carbonfaser.
Bild: Royal Cars Company
Die zwei Mansory-Smart werden aktuell beim französischen Händler Royal Cars Company angeboten. Der erste fortwo, Baujahr 2019, hat lediglich 15.300 km auf dem Tacho. Lackiert ist der Wagen in "Lamborghini-Grau" gepaart mit typischen Carbon-Teilen wie Frontsplitter, Motorhaube und Spiegelkappen.

18-Zoll-Felgen runden den Tuning-Look ab.
Bild: Royal Cars Company
Das Mansory-Bodykit umfasst außerdem Kotflügelverbreiterungen, seitliche Lufteinlassblenden, einen Dachspoiler sowie einen Heckdiffusor mit vier Endrohren. Für den passenden Gesamtlook rollt der umgebaute Smart auf 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Auch innen wurde der kleine Cityflitzer neu aufgelegt: Laut Website des Autohändlers mit einer edlen Lederausstattung in "Tiffany-Blau". Und auch hier dürften wieder Carbon-Elemente zum Einsatz kommen.

Das umgebaute Cabrio fährt mit einer matten militärgrünen Lackierung vor.
Bild: Royal Cars Company
Das zweite Auto ist ein fortwo Cabriolet von 2017 mit 22.600 km auf der Uhr. Das kompakte Cabrio ist in mattem Militärgrün lackiert und verfügt über das gleiche Widebody-Kit sowie identische Carbonfaser-Akzente, rollt jedoch auf schwarzen Felgen. Unter dem schwarzen Stoffverdeck verbirgt sich laut Händler ein beigefarbener Innenraum mit reichlich Leder.

Unter dem schwarzen Stoffverdeck soll der Mansory-fortwo ein beigefarbenes Interieur beherbergen.
Bild: Royal Cars Company
Upgrade für den 0,9-Liter-Turbo
Beide Modelle sind mit dem Dreizylinder-Turbomotor von Smart ausgestattet, der die Kraft über ein Automatikgetriebe an die Hinterachse überträgt. Die Serienleistung beträgt 90 PS und 135 Nm Drehmoment. Dank Mansory-Upgrade steigen diese Werte auf 123 PS und 200 Nm, wodurch der Smart zum kleinen Kraftzwerg wird. Den Preis rechtfertigt das jedoch nicht.
Angeboten wird der graue fortwo für 67.900 Euro, das mattgrüne Cabrio kostet 69.900 Euro. Vielleicht lohnt es sich dann doch, auf den neuen Elektro-Smart zu warten. Der ist vergleichsweise sicher ein Schnäppchen.
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