(dpa) Ein Firmenveteran wacht nach dem Rückrufdebakel bei General Motors künftig über die Fahrzeugsicherheit. Konzernchefin Mary Barra hat dazu eigens eine neue Position geschaffen. Diese bekleidet der gelernte Elektroingenieur Jeff Boyer. Der 58-Jährige ist seit Studentenzeiten im Unternehmen. Damit gebe es in Sicherheitsfragen nun einen direkten Draht in die Vorstandsetage, erklärte Barra am 18. März 2014 in Detroit. Auch die Verantwortlichkeiten seien klarer geregelt. "Jeff hat die Befugnisse, etwaige Probleme aus dem Weg zu räumen. Wenn er weitere Mittel braucht, bekommt er sie."
Massen-Rückruf bei GM: 1,6 Millionen Autos schadhaft
GM muss sich vorhalten lassen, einen Rückruf ein Jahrzehnt lang verschleppt zu haben. Bei 1,6 Millionen Wagen droht der Zündschlüssel während der Fahrt in die "Aus"-Position zurückzuspringen. Das schaltet auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags ab. Der Autobauer bringt zwölf Unfalltote mit dem Defekt in Verbindung, Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.
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