GM-Rückrufe in den USA
Milliarden-Schaden durch Sammelklage?

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US-Autobauer GM droht wegen des Rückruf-Skandals ein weiterer Schaden in Milliardenhöhe. Grund ist eine Sammelklage von Gebrauchtwagenbesitzern. Auch Chefin Mary Barra hatte ungemütliche Fragen zu beantworten.
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(dpa/rtr/cj/brü) Opel-Mutter General Motors ist in den USA auf Zahlung von zehn Milliarden Dollar (ca. 7,4 Mrd. Euro) Schadenersatz verklagt worden, weil wegen der vielen Rückrufe der Wiederverkaufswert von GM-Gebrauchtwagen gesunken sein soll. Die Kanzlei Hagens Berman Sobol Shapiro erklärte am Mittwoch (18. Juni 2014) bei Einreichung der Klage vor einem Gericht in Kalifornien, GM habe Defekte verschleiert. Kosteneinsparungen seien dem Konzern wichtiger als die Sicherheit der Fahrzeuge gewesen.
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GM hat allein in diesem Jahr rund 20 Millionen Autos bei mehr als 40 Rückrufen und die Werkstätten gerufen. Das habe zu einem Wertverfall der Marke GM geführt, argumentieren die Kläger. Besitzer der Autos müssten daher beim Verkauf ihrer Fahrzeuge je nach Typ und Baujahr Preisabschläge zwischen 500 und 2600 Dollar hinnehmen. Das treffe Millionen Autobesitzer und die müsse GM entschädigen.
Rückruf betrifft 7450 Autos in Europa
Ingenieure wussten zehn Jahre Bescheid

Auch ein Opel-Modell wurde von der Rückrufwelle erfasst: 4223 Opel GT müssen in die Werkstatt.
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Konsequenz: 15 Mitarbeiter mussten gehen
Unbequeme Fragen an Konzernchefin Barra
Wegen des Skandals musste sich auch die seit Jahresbeginn amtierende GM-Chefin Mary Barra erneut kritische Fragen vor dem Kongress in Washington gefallen lassen – auch nach ihrer eigenen Rolle. Abgeordnete wollten am Mittwoch (18. Juni 2014) bei einer Anhörigen wissen, wie ein gefährlicher Defekt mehr als zehn Jahre lang ignoriert werden konnte. Zwar habe ein GM-Bericht die Verfehlungen einzelner Mitarbeiter aufgeführt, jedoch habe dieser nicht geklärt, wer letztlich an der Spitze verantwortlich gewesen sei, sagte die Abgeordnete Diana DeGette. Sie merkte an, dass Barra vor ihrer Berufung zur Konzernchefin die Entwicklungsabteilung geleitet habe und damit auch zuständig für die Fahrzeugsicherheit gewesen sei.
"Niemand darf vergessen, was passiert ist"

Vor dem US-Kongress muss GM-Chefin Mary Barra Rede und Antwort stehen.
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Rückrufe Nummer 39 bis 44

Bei den defekten Zündschlössern kann der Schlüssel während der Fahrt in die "Aus"-Position springen.
Reparaturkosten führen zu Gewinneinbruch
Die Aufarbeitung früherer Fehler stellt für GM nicht nur einen finanziellen Kraftakt dar: Im ersten Quartal hatte der Konzern 1,3 Milliarden Dollar für Reparaturen zur Seite gelegt und deshalb einen Gewinneinbruch verbucht. Im zweiten Quartal werden weitere 700 Millionen Dollar fällig. Es bedeutet auch eine logistische Herausforderung, da in vielen Fällen die Ersatzteile in der ausreichenden Stückzahl erst hergestellt und schließlich von den Werkstätten eingebaut werden müssen. Das dürfte Monate dauern.
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