Es wird wieder auf Eis gedriftet… Das GP Ice Race in Zell am See (19. und 20. Januar 2019) präsentiert eine beindruckende Bandbreite von historischen und aktuellen Renn- und Rallyefahrzeugen, wie sie in dieser Vielfalt noch nie an einem Ort versammelt waren.
„Wir sind von der Resonanz auf unsere erste Veranstaltung schlichtweg überwältigt“, sagt Ferdinand Porsche aus Zell am See, zusammen mit dem Nürnberger Vinzenz Greger Initiator der Veranstaltung. „Als wir die Idee hatten, das von 1937 bis 1974 veranstaltete Eisrennen in Zell am See mit einem neuen Konzept wiederzubeleben, haben wir uns dieses Teilnehmer­interesse nicht träumen lassen. Niemals zuvor wurden an einem Ort legendäre Renn- und Rallye-Autos in dieser Anzahl und Qualität versammelt.“
Coole Drifts vom Auto Union oder VW I.D. R
Auch das Elektrorenner VW I.D. R Pikes Peak ist mit am Start.
Die Bandbreite der vertretenen Fahrzeuge reicht von den 1930er Jahren bis hin zur Neuzeit. Audi bietet eine beeindruckende Zeitreise von 1938 bis in die Zukunft. Ein Bergrennwagen Auto Union Typ C wird präsentiert von Hans-Joachim Stuck und ist Bestandteil einer historischen Fahrzeugausstellung. Stuck dreht darüber hinaus einige Runden in einem Austro Daimler ADR 6 Sport Torpedo von 1929, der ursprünglich seinem Vater Hans gehörte. Das spektakulärste Rallyeauto aller Zeiten, der Audi Sport Quattro S1, wird vom zweimaligen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl gefahren, der außerdem zusätzlich in einem Porsche unterwegs ist. Der 2017er DTM-Champion René Rast präsentiert seinen Audi RS5 DTM. Und Formel E-Pilot Daniel Abt fährt das Weltmeister-Auto Audi e-tron FE04 auf dem Eis.
Volkswagen stellt den Elektro-Prototypen I.D. R aus, der im Juni 2018 das Berg­rennen am legendären Pikes Peak in neuer Rekordzeit gewann. Der VW Golf 2 GTI, Gruppe-A-Rallye-Weltmeister 1986, und der einzigartige Bi-Motor VW Golf 2 Pikes Peak von 1987 werden von Rallye-Ass Jochi Kleint gefahren. Der mehrmalige Pikes-Peak- und Le-Mans-Sieger Romain Dumas gibt dem brandneuen VW Polo GTI R5 auf dem Eis die Sporen.
Škoda bringt den amtierenden WRC 2-Champion Jan Kopecký nach Zell am See. Er wird vom österreichischen Nachwuchsfahrer Julian Wagner herausgefordert. Beide Piloten bilden mit ihren Škoda Fabia R5 die Speerspitze in der R5-Kategorie aktueller Rallyefahrzeuge. Einen 140 PS starken, hinterradangetriebenen Škoda 130 RS wird der siebenmalige Deutsche Rallye­meister Matthias Kahle um den Eis-Parcours bewegen.
Coole Drifts vom Auto Union oder VW I.D. R
Red Bull NASCAR-Rennwagen driften mit Spike-Reifen auf der Strecke.
Auch ein hinterradangetriebener Red Bull NASCAR-Rennwagen, der früher auf Rennstrecken in den USA anzutreffen war, driftet mit seinen 650 PS auf Spikes-Reifen auf Eis und Schnee.
Im Reigen historischer Rennwagen sticht eine wahre Ikone des Motorsports hervor: ein Porsche 550 Spyder – auch „James Dean“ Porsche genannt –, der vor rund 60 Jahren in Zell am See am Start war und ursprünglich Ferry Porsche gehörte. Das Konzept eines mit nur 490 Kilogramm Leergewicht ultraleichten Sportwagens namens MA-01 verfolgte Otto Mathé bereits 1952. Der Renner, Spitzname „Fetzenflieger, hat einen 1,5 Liter großer Porsche-Motor mit 130 PS im Heck.
Teil der Ausstellung ist auch der rein elektrisch angetriebene Formula-Student-Rennwagen EDGE10. Studenten der Technischen Universität Wien – GP Ice Race Initiator Ferdinand Porsche studiert dort – haben die Batterie, den Antrieb und alle weiteren Komponenten des Einsitzers entwickelt und gefertigt. 109 PS Leistung des Elektromotors müssen lediglich 169 Kilogramm Gewicht bewältigen.
Motorsportfans, die sich das Geschehen nicht entgehen lassen wollen, können Zwei-Tages-Tickets online auf www.gpicerace.com oder Tages-Tickets an der Tagekasse vor Ort erwerben.
Übrigens: Derzeit sind die Wetterbedingungen ideal, die Anfahrt problemlos möglich, und die Eis-Piste ist im Top-Zustand.
Welche Rennwagen euch unter anderem erwarten könnt Ihr in unserer Bildergalerie sehen.