Pkw-Schadensfälle (Teilkasko) 2013
Wild- und sonstige Schäden gingen im Jahr 2013 zurück, alle anderen Aufwendungen steigen an, berichtet die GDV.
Der Sommer 2013 war einer der zehn wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Doch er brachte auch Hagelschauer von Rekord-Ausmaßen mit sich, die von Juni bis August dreimal die Laternenparker unter den Autobesitzern hart trafen. Das belegen die Zahlen, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nun vorgelegt hat. Den Angaben zufolge stiegen die Aufwendungen der Versicherungen für Hagel, Sturm, Blitzeinschlag und Überschwemmung auf über 1,5 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um mehr als das Dreieinhalbfache. Rund 635.000 beschädigte Fahrzeuge fallen in die Unwetter-Kategorie. Für alle im Jahr 2013 registrierten Teilkasko-Schadensfälle wurden rund 3,8 Milliarden Euro fällig.
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Problematisch ist vor allem die Größe der Hagelkörner: Bis zu acht Zentimeter betrug der Durchmesser bei Hagelstürmen am 27. und 28. Juli 2013 im Osten von Hannover und im Süden von Stuttgart. Diese hinterlassen nicht nur Beulen und Dellen in der Karosserie, sondern schaffen es auch spielend, Windschutz- und sonstige Fensterscheiben zu durchschlagen. Regen und Feuchtigkeit durchnässen und beschädigen dann den Innenraum der betroffenen Fahrzeuge, was in vielen Fällen zum wirtschaftlichen Totalschaden führte. Die Versicherungen empfehlen allen Kfz-Haltern ohne Garagen-Stellplatz den Einsatz von Hagelschutzmatten. Die Kaskoversicherung kommt aber grundsätzlich für Schäden (abzüglich der vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung) auf. Dadurch erfolgt aber keine Rückstufung der Schadensfreiheitsklasse.