Eine feste Regelung, wann man einen Reifen austauschen muss, gibt es nicht. Jedoch sollte der Autofahrer nicht so lange warten, bis das Profil abgefahren ist oder der Pneu rissig wird. Erst dann wird der TÜV bei der nächsten Hauptuntersuchung eingreifen und die Plakette versagen. Schlimmstenfalls fällt man mit entsprechenden Mängeln bereits bei der nächsten Polizeikontrolle durch und darf sein Auto gleich stehen lassen.

Die Reifen-Geburtsurkunde

Zunächst einmal trägt jeder Autoreifen eine Art Geburtsurkunde auf seiner Flanke, anhand dessen man das Alter des Reifens herausfinden kann. Diese sogenannte DOT-Nummer (DOT = Department of Transportation) findet sich obligatorisch auf der Flanke des Reifens. Die entsprechende Zahl besteht aus vier Ziffern und ist von einem ovalen Kreis umrandet. Wenn dort "3716" steht, bedeutet das nichts anders, als dass der Reifen in der 37. Kalenderwoche des Jahres 2016 produziert worden ist.

Wann ist ein Reifenwechsel sinnvoll?

Reifen bestehen letztendlich zu einem großen Teil aus Kautschuk. Wie jeder Gummi wird auch dieses Material mit der Zeit hart und spröde. Das spielt nicht nur bei Winterreifen eine Rolle, deren Lamellen etwas weicher sind, da sie sich in den Schnee krallen sollen

In der Regel sollte man die Reifen spätestens nach sechs Jahren wechseln, bei Sommerreifen dürfen es in Ausnahmefällen auch mal sieben sein. Doch dann ist der Wechsel allemal sinnvoll. Voraussetzung dafür ist, dass die Profiltiefe ausreicht, denn diese ist unabhängig vom Alter entscheidend für das Funktionieren der Pneus. 
Ist das Profil weniger als 1,6 Millimeter tief, müssen Sie den Reifen wechseln, egal, wie alt er ist. Doch auch wenn die Strafen erst bei 1,6 Millimetern Restprofil greifen, sollte man die Reifen bereits wechseln, wenn das Profil rund 3,0 Millimetern beträgt, denn dann lassen Kurvenführung und Bremspotenzial deutlich nach.
 
Autor: press-inform