Ein Auto gefühlt für die Invasion aus dem Weltall, das sofort rostet, wenn es mit Wasser in Berührung kommt? Der Shitstorm war heftig, als erste Fotos und Videos von 80.000 Dollar teuren Tesla Cybertruck mit Rostflecken auftauchten. Zumal der Elektroautohersteller mit einem "Exoskelett aus rostfreiem Stahl" wirbt.
Was also tun, wenn man stolzer Besitzer eines Cybertruck ist, es aber gerade regnet? Keine Aufregung, mahnt Cybertruck-Ingenieur Wes Morrill. Die Rostflecken haben demnach lediglich den Durchmesser eines Stecknadelkopfes und seien auch gar nicht Teil der Karosserie.

Ingenieur erklärt Rost auf dem Tesla Cybertruck

"Edelstahl ist reaktiv, und freies Eisen, das sich darauf befindet, rostet", erklärt der Ingenieur auf Elon Musks Social-Media-Plattform "X". Das heißt für den Laien: Die Rostflecken sind nur oberflächlich und können entfernt werden.
Tesla Cybertruck
Berichte über Rost auf dem Tesla Cybertruck sorgen für Aufsehen.
Bild: Thomas Geiger / AUTO BILD
Tatsächlich, so berichtet "Business Insider", seien auch weiße Lackierungen anfällig für Roststaub, wobei der Cybertruck mit seiner Edelstahl-Oberfläche noch einmal deutlich empfindlicher zu sein scheint.
Deshalb würden die meisten Hersteller auf eine Karosserie aus Edelstahl verzichten. Einziger Versuch, ein Auto mit einer Edelstahlkarosserie zu bauen: der DeLorean DMC-12, das Auto also, das durch die Filmtrilogie "Zurück in die Zukunft" berühmt wurde. Und auch er hatte ähnliche Probleme wie der Cybertruck.
Brisant: Tesla war die Anfälligkeit für Rostpartikel offenbar bewusst. Laut Handbuch müssen sämtliche korrosiven Substanzen sofort mit einer milden Seife entfernt werden. Dazu zählt Tesla beispielsweise Fett, Öl, Vogelkot und selbst tote Insekten. Anschließend sollte der Besitzer seinem Cybertruck eine Autowäsche gönnen, schreibt der Hersteller.
Wem das zu viel Aufwand ist, der kann seinen Cybertruck auch lackieren lassen. Der "Satin Clear Paint Film" oder der "Color Paint Film" kosten aber noch einmal 5000 bis 6000 US-Dollar extra.