Hessische Stadt Hanau setzt auf "Actibump"
Fallgruben gegen Raser und Poser

Um Raser abzuschrecken, will die hessische Stadt Hanau elektrische Fallgruben testen. Die rütteln allzu schnelle Autos durch. So funktioniert das System.
- Julian Rabe
Um gegen Raser und Autoposer vorzugehen, setzt die hessische Stadt Hanau als erste Stadt in Deutschland auf elektrisch absenkbare Stahlplatten. "Actibump" heißt das System vom schwedischen Hersteller Edeva, das ähnlich funktioniert wie ein Blitzer: Die gefahrene Geschwindigkeit wird mit Radartechnik ermittelt. Liegt der Messwert über dem Tempolimit, senkt sich eine im Boden befindliche Stahlplatte um sechs Zentimeter – der betreffende Autofahrer spürt bei der Überfahrt einen harten Schlag. Durch den physischen Effekt werde ein "Erziehungseffekt" erzielt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Hanau. Radarmessung hatten in der Vergangenheit nicht ausreichend erzieherisch gewirkt.
Positive Tests in Tschechien und Schweden
Das System habe sich in Tschechien und Schweden bereits bewährt. Dort kommt "Actibump" bereits an 50 verschiedenen Orten zum Einsatz, unter anderem auf der Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö. In Hanau soll der Einbau zunächst in einer 20er-Zone in der Innenstadt erfolgen. Das Ordnungsamt beklagt in diesem Abschnitt regelmäßig Tempoverstöße durch Autoposer. Der Magistrat der Stadt hat die 50.000 Euro für den Praxistest bereits bewilligt, der im Spätsommer 2019 starten soll.
Fallgrube löst nur bei Rasern aus

So funktioniert "Actibump": Das Tempo des herannahenden Autos wird erfasst, die Stahlplatte bei zu schneller Fahrt abgesenkt.
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