Wie die Pkw-Neuzulassungen im Monat Juni lagen auch die Halbjahreszahlen für Januar bis Juni 2012 knapp über den Vorjahreswerten. Die Edelmarken Audi, BMW und Mercedes meldeten sogar Rekordergebnisse für ihre weltweiten Produktionszahlen: Hier fuhr nach wie vor BMW mit rund 747.000 verkauften Autos vorn, Audi knapp dahinter (733.000) und Mercedes abgeschlagen auf Platz drei (653.000). In Deutschland hingegen konnte sich Mercedes mit 145.891 verkauften Autos stabil auf Platz zwei hinter VW halten, gefolgt von Audi (135.071) und BMW (129.068, ohne Mini).Die hohen Zulassungszahlen in Deutschland resultieren ausschließlich aus gewerblichen Anmeldungen, während sich auf dem Privatmarkt langsam die Eurokrise abzeichnet. Private Zulassungen gingen im ersten Halbjahr um 5,2 Prozent auf 633.403 Autos zurück, der Anteil gewerblicher Zulassungen stieg daher von 59 auf 61 Prozent.
Überhaupt nicht rosig sehen die Verkäufe von Peugeot, Renault und Fiat aus. Wie auch die angeschlagene deutsche GM-Tochter Opel mussten sie im ersten Halbjahr 2012 Verluste von bis zu zehn Prozent hinnehmen. Das schmerzt, denn der deutsche Markt ist noch vergleichsweise gesund – in den meisten europäischen Ländern sinken die Zahlen seit Monaten dramatisch.