Das Sommerloch machte sich diesmal besonders im deutschen Automarkt bemerkbar: Um 2,2 Prozent hinkten die August-Neuzulassungen dem Vorjahreswert hinterher. Insgesamt fuhren im Ferienmonat 239.381 Autos zur Zulassungsstelle, seit Jahresanfang 2007 waren es rund zwei Millionen (minus 7,6 Prozent). Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sah den Markt kurz vor der 62. IAA "weiter auf Stabilisierungskurs" – in diesem Wort steckt jede Menge Hoffnung auf das Neuheiten-Feuerwerk der weltgrößten Automesse in Frankfurt.
Wie schon in den vergangenen Monaten registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gute Ergebnisse bei den kleinen Herstellern: Suzuki (plus 56,1 Prozent), Lada (plus 27,3) und Smart (plus 24,6) weisen eine deutlich bessere Bilanz auf als im August 2006. Bei den Volumenherstellern haben neben Mercedes (plus 9,7 Prozent) und BMW (plus 10,5) auch Fiat (plus 13,1) und Seat (plus 14,1) ein kräftiges Plus eingefahren. Unter den Segment ganz vorne sind die Geländewagen mit 12,4 Prozent Zuwachs. Auch die Minis sind noch immer angesagt (plus 7,1 Prozent), während die Obere Mittelklasse und die Oberklasse abstürzten (minus 10,5 bzw. 24 Prozent). Auch die Vans sahen schon mal bessere Zeiten (minus 15 Prozent). Die gewerblichen Neuzulassungen hatten wie gewohnt die Nase vorn: Lag der Privatanteil der Neuzulassungen im Juli noch bei 42,7 Prozent, stürzte er im August auf 38,9 Prozent.