Der deutsche Automarkt hat 2007 noch schlechter abgeschnitten als befürchtet: Die Neuzulassungen fielen mit knapp 3,15 Millionen Einheiten so schlecht aus wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Das teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt mit. Im Dezember hatte der Verband noch mit mindestens 10.000 Neuzulassungen mehr gerechnet. Als Ursachen gelten die Mehrwertsteuererhöhung vom Jahresbeginn, die Klimadebatte und die allgemeine Teuerung, speziell die hohen Benzinpreise. Gegenüber dem Vorjahr sank der Absatz um neun Prozent, allein im Dezember sorgten magere 243.000 Neuzulassungen für ein Minus von 20 Prozent. Als Hoffnungsschimmer sieht der VDA die Erholung der Auftragseingänge aus dem Inland: Im Dezember lagen sie 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dies lasse auf eine "leichte Verbesserung des Inlandsmarktes" hoffen.
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Die Autoindustrie erreichte beim Export und der Produktion dagegen neue Rekordwerte. 4,3 Millionen Pkw gingen 2007 ins Ausland, das übertrifft das Rekordergebnis 2006 um elf Prozent. Mittlerweile werden drei von vier in Deutschland produzierten Autos im Ausland verkauft.