Wenn alle schlecht spielen – ist das dann auch eine geschlossene Mannschaftsleistung? Wer dem Autojahr 2007 unbedingt etwas Positives abgewinnen will, muss das wohl so sehen. Denn Audi, BMW, Fiat, Mazda, Mercedes, Nissan, Opel, Renault, Toyota, VW und all die anderen würden diese Partie am liebsten vergessen. Quer durch die Bank hagelte es rote Zahlen auf dem deutschen Neuwagenmarkt, nur Porsche, Skoda, Smart und Suzuki schafften ein Plus. Dass der Gesamtmarkt um 9,2 Prozent zurückging, dass es einige Autohersteller wie Nissan (minus 24,7 Prozent), Peugeot (minus 16,0) oder Mazda (minus 14,8) besonders hart traf, ist schon bitter genug.
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Noch erschreckender aber ist die Tatsache, dass die Schere zwischen den stark rückläufigen Privatverkäufen, der harten Währung in der Branche, und dem wachsenden Flottengeschäft immer größer wird. Nach Angaben des Branchendienstes Dataforce werden rund 62 Prozent, also fast zwei Drittel, aller neu zugelassenen Pkw als Dienstwagen registriert. Bereinigt um dieses boomende Segment gab es am privaten Markt 2007 ein Minus von 26,9 Prozent. Der Marktführer VW Golf (inklusive Golf Plus, Jetta) verlor gar 39,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine grundlegende Besserung ist für 2008 leider nicht in Sicht. Zu groß ist die Verunsicherung infolge der politischökologischen Debatten, zu klein der Zuwachs im Portemonnaie des deutschen Autofahrers.