Hobby Maxia Van 680 ET: Fahrbericht
Nordische Eleganz

Eine neue Option für Stilbewusste kommt von Hobby. Wir haben den Maxia Van getestet.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Wer AUTO BILD REISEMOBIL öfter liest (hiermit von gänzlich unabhängiger Stelle empfohlen), hat den Namen Maxia bereits wahrgenommen. In Heft 7/2023 nämlich erschien ein Test des Hobby Optima de Luxe T 65 GE, in dem dessen gelungenes Interieurdesign hervorgehoben wurde – und das folgt der neuen Linie, die 2021 mit dem Oberklasse-Caravan Maxia eingeführt wurde.
Sie ist geprägt von matten Oberflächen in warmen Nussbaum- und Grautönen, von weißen Akzenten an den Schrankklappen sowie von filzartigen Decken- und Wandverkleidungen. Nun startet sie auch in einem neuen Kastenwagen durch.
Das ist der Maxia Van
Einer, der aus mehreren Welten das Beste zu vereinen sucht. Fangen wir bei der Basis an: Der VW Crafter ist einer der modernsten Transporter auf dem Markt. Zahlreiche Assistenzsysteme stehen bei ihm zur Verfügung, und beim Maxia Van sind viele ab Werk: Abstandsregeltempomat, Müdigkeitserkennung, Spurhalteassistent, Umfeldbeobachtung, Licht- und Regensensor gehören dazu.

Funktionales, ergonomisch einwandfreies Cockpit. Die Übersicht nach vorn ist durch das Verdunklungsplissee leicht eingeschränkt.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Auch zwei Airbags sind Serie – mit ein Grund für die Silbermedaille beim Euro NCAP-Crashtest. Dazu kommt oberklassiger Komfort mit Achtstufen-Wandlerautomatik, dem großen 177-PS-Diesel, Sitzheizung, Klimaanlage, höhenverstellbaren Sitzen etc. Gut für die Umwelt sind das Start-Stopp-System und die windschnittige, sich nach hinten verjüngende Karosserie. Das hilft, Sprit zu sparen. Und, wir geben Entwarnung: Es schränkt weder Raumgefühl noch -angebot signifikant ein.
Das hat der Hobby Maxia Van
Ein paar Tricks, die das ermöglichen. Erstens: Der Grundriss basiert auf dem langen Crafter mit Superhochdach. So können Stehhöhe und Bett (mit dicker Matratze und GFK-Lattenrost unterschiedlicher Härtegrade) groß und komfortabel ausfallen. Sogar für einen der Wintertauglichkeit förderlichen XPS-isolierten GFK-Boden, in dem Leitungen verlaufen, war noch Platz.

Liebe zum Detail, wohin der Blick fällt.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Zweitens: Die großen Dachschränke verlaufen in gerader Linie, schweben unterm Dach. Und drittens: Dach- sowie Seitenverkleidungen wirken wie aus einem Guss, passen sich der Blechform exakt an. Ihr heller Farbton vergrößert, wie die weißen Schrankklappen, optisch den Raum nach oben.
Dazu kommt eine so geschickte wie gemütliche Ambientebeleuchtung. Platz genug ist auch in Bad und Küche. Nur die Durchlade im Heckstauraum fällt etwas schmaler aus – und der linke hintere Einzelsitz. Besser, man genießt nur zu zweit Raum, Stil sowie die hohe Verarbeitungsqualität. Und die dem Preis angemessene, gute Ausstattung.
Eine interessante Option: das Campernet-LTE/WLAN-Router-Paket für 990 Euro. Wer gerne die Velos dabeihat, sollte auf den Heckträger für 614 Euro nicht verzichten. Allerdings gilt es, die Zuladung stets zu beachten. Nicht umsonst wird die Auflastung für nur 261 Euro angeboten.
So fährt der 680 ET
Wie auf Schienen. Der lange Radstand läuft super geradeaus, allerdings ist der Wendekreis riesig. Federungs- und Geräuschkomfort sind fast auf Pkw-Niveau, ebenso die einfache Bedienung.

Mit Hobby-typisch zurückhaltender Dekorbeklebung macht der große Kasten wenig Aufhebens – gut so.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Technische Daten und Preis: Hobby Maxia Van 680 ET
- Motorisierung 2.0 TDI
- Leistung 130 kW (177 PS) bei 3600/min
- Höchstgeschwindigkeit 100 km/h (> 3,5 t)
- Getriebe/Antrieb Achtstufenautomatik/Vorderrad
- Länge/Breite/Höhe 6836/2040/2858 mm
- Masse fahrbereit/Zuladung ca. 3381/469 kg
- Grundpreis/Testwagenpreis 89.750 Euro/97.796 Euro
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