Hobby Optima de Luxe Premium-Heck T70 GE: Wohnmobil-Test
Hobby zeigt, wie es geht!
Diesmal im Wohnmobil-Test: der Hobby Optima de Luxe Premium-Heck T70 GE. Er entspannt gründlicher als die Business-Class. Und zwar zum All-inclusive-Preis!
Andreas Borchmann
Alles drin, alles dran, all-inclusive – Unterschrift unter den Vertrag und ab in den Wohnmobil-Urlaub. Schön wär's. Aber der Weg zum Traummobil ist oft verzwickter als ein Sudoku für Fortgeschrittene. Wer nicht stundenlang Aufpreistabellen studiert und genau weiß, was er braucht, muss am Ende in einer nüchternen Straßenbahn-Ausstattung leben. Ohne Beifahrer-Airbag, keine Klimaanlage drin. Die Fahrerhausverdunkelung fehlt, dreh- und höhenverstellbare Vordersitze fehlen ebenfalls. Und selbst die Außenspiegel sind nur von Hand einzustellen. Nicht mal einheitliche Sitzbezüge fahren in vielen Mobilen serienmäßig mit. Willkommen in der Steinzeit, wir reden hier über Selbstverständlichkeiten. Und die fehlen? Das darf doch nicht wahr sein! Steht der Nacktmolch eigentlich unter Naturschutz? Dabei ist er doch nicht mal süß. Hobby pfeift nun auf den Artenschutz und stattet seine neuen De-Luxe-Modelle komplett aus. Business- statt Holzklasse.
Gäste sind herzlich willkommen: Fünf Personen haben rund um den Tisch bequem Platz.
Bild: Sven Krieger
Das ist er: Ein schneidig gestylter Teilintegrierter, fast 7,50 Meter lang, mit markanter Zweifarben-Lackierung und markentypischer Spoilerlippe am hinteren Dachabschluss. Der Optima T70 GE glänzt schon auf dem Weg zum Camping. Viel wichtiger: Auch im Innenraum zeigt der Hobby Größe, bietet zwei Personen viel Lebensraum auf Reisen. Mit Längsbetten inklusive sehr bequemer Kaltschaummatratzen im Heck, eines großen Raumbads in der Mitte, einer gut ausgestatteten Küche und der üblichen Halbdinette vorn, hier mit zusätzlicher Bank neben der Eingangstür. Raum für die Sachen, die man auf Reisen braucht, ist reichlich vorhanden, jede Menge Staufächer, einige davon beleuchtet. Gut, das alles ist nicht wirklich neu, quasi normales Wohnmobil-Feng-Shui. Aber recht ansprechend verarbeitet und mit serienmäßigen Extras aufpoliert. Der Optima-Innenraum mit seinem Materialmix aus dunklem Holz und glänzend hellen Flächen erinnert an eine Wohnküche der stylishen Art: inklusive Slim-Tower-Kühlschrank mit 150 Liter Inhalt, eines offenen Gewürzregals und Fliegenschutz an der Eingangstür. Und alles funktioniert tatsächlich so reibungslos wie im Nobelküchenstudio. Allein wie die Schubladen sanft ins Schloss gleiten und automatisch verriegeln – das ist schon mehr als ein Hauch von Luxus. Und für die kleine Lichtshow am Abend kann der Optima mit einer Kollektion von LED-Leuchten stimmungsvoll illuminiert werden. Selbstverständlich gibt es auch genügend Spots fürs gezielte Leselicht: 18 Leuchten haben wir insgesamt gezählt.
Bildergalerie
Hobby Optima T70 GE de Luxe im Wohnmobil-Test
Der Optima gleich einem gutmütigen Schaukelpferd
So fährt er: Der allgegenwärtige Fiat Ducato kommt hier mit kräftigem 148-PS-Diesel. Das kostet 1300 Euro Mehrpreis und ist Geschmackssache, weil ja bereits die 130-PS-Version kein Fall für Schmidtchen Schleicher ist. Autobahntempo 130 km/h sind mit dem 148-PS-Motor völlig stressfrei möglich. Dabei zieht er im Schnitt 11,6 Liter Diesel aus dem Tank. Die Fahrwerksabstimmung kann es dagegen durchaus mit Schleichers elastischen Beinen aufnehmen. Keine Angst, der Hobby Optima federt nicht gefährlich in den Knien: Er erinnert eher an ein gutmütiges Schaukelpferd, das in seinen weichen Federn bisweilen wippt und wankt. Ein wichtigeres Testkriterium sind die Geräusche, die der Aufbau auf schlechten Wegen und bei flotter Fahrt von sich gibt. Nein, auch der Optima bleibt nicht völlig stumm, stimmt jedoch keine lautstarke Klappersymphonie an. Das dezente Knistern und Knastern lässt sich einfach übertönen: Radio an. Denn auch das kostet hier nicht extra.
Die Möglichkeiten der Individualisierung sind groß, der Preis mitunter entsprechend hoch: 80.000 Euro stehen schnell auf der Rechnung.
Bild: Sven Krieger
Das hat er: Vieles, was normalerweise extra kostet, auch eine Rückfahrkamera und eine Navigation mit Stellplatzinfos. Das heißt aber nicht, dass die Möglichkeiten der Individualisierung damit erschöpft wären: Wer will, kann unter anderem ab Werk Satelliten-TV bestellen (3503 Euro, inklusive LED-Bildschirm, Receiver, Parabolantenne), bekommt einen Backofen (530 Euro) und eine Dunstabzugshaube (257 Euro), Lederpolster (2140 Euro), Außendusche (173 Euro) oder Dachklimaanlage (1776 Euro) und Alde-Warmwasserheizung (1990 Euro). Am Ende klettert der Preis dann aber schnell Richtung 80.000 Euro. Auch für andere Extremisten hält Hobby eine Lösung bereit: Für Freunde des Nacktmolchs gibt's einen Optima T70 GE ohne de Luxe und Premium-Heck, aber mit kilometerlanger Aufpreisliste – ab 55.290 Euro. Doch Vorsicht: Wer so einen Nacktmolch aufrüstet, zahlt am Ende 10.000 Euro mehr als fürs Komplettmodell. Das sind sie halt, die letzten Geheimnisse der Preisfindung. Dann doch lieber Sudokus knacken. Oder gleich all-inclusive kaufen: das reellste Angebot.
Fazit
von
Andreas Borchmann
Es ist also keine Hexerei, ein komplett ausgestattetes Reisemobil auf die Räder zu stellen, ohne jeden Preisrahmen zu sprengen! Hobby zeigt es mit dem Optima T70 GE de Luxe. So ein Komplettpaket empfehlen wir allen Herstellern zur Nachahmung.
Hobby Optima T70 GE de Luxe im Wohnmobil-Test
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Serienmäßig sind Wohnmobilen generell eher karg eingerichtet. Wer also nicht stundenlang Aufpreistabellen studiert und genau weiß, was er braucht, muss am Ende in einer nüchternen Straßenbahn-Ausstattung leben. Hobby geht einen anderen Weg und stattet seine neuen De-Luxe-Modelle komplett aus. Business- statt Holzklasse. Im Test: der Optima De Luxe Premium-Heck T70 GE.
Bild: Sven Krieger
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Ein schneidig gestylter Teilintegrierter, fast 7,50 Meter lang, mit markanter Zweifarben-Lackierung und markentypischer Spoilerlippe am hinteren Dachabschluss. Der Optima T70 GE glänzt schon auf dem Weg zum Camping.
Bild: Sven Krieger
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Auch im Innenraum zeigt der Hobby Größe, bietet zwei Personen viel Lebensraum auf Reisen. Mit Längsbetten inklusive sehr bequemer Kaltschaummatratzen im Heck, einem großen Raumbad in der Mitte, einer gut ausgestatteten Küche und der üblichen Halbdinette vorn, hier mit zusätzlicher Bank neben der Eingangstür.
Bild: Sven Krieger
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Der Optima-Innenraum mit seinem Materialmix aus dunklem Holz und glänzend hellen Flächen erinnert an eine Wohnküche der stylishen Art: inklusive Slim-Tower-Kühlschrank mit 150 Liter Inhalt, eines offenen Gewürzregals und Fliegenschutz an der Eingangstür. Und alles funktioniert tatsächlich so reibungslos wie im Nobelküchenstudio.
Bild: Sven Krieger
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Gäste sind herzlich willkommen: Fünf Personen haben rund um den Tisch bequem Platz. Wird mehr Platz beim Dinieren benötigt, klappt man einfach die untere Hälfte heraus.
Bild: Sven Krieger
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Und für die kleine Lichtshow am Abend kann der Optima mit einer Kollektion von LED-Leuchten stimmungsvoll illuminiert werden. Selbstverständlich gibt es auch genügend Spots fürs gezielte Leselicht: 18 Leuchten haben wir insgesamt gezählt.
Bild: Sven Krieger
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Gut gebettet: Dicke Kaltschaummatratzen stellen komfortablen Schlaf sicher.
Bild: Sven Krieger
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Raum für die Sachen, die man auf Reisen braucht, ist reichlich vorhanden, jede Menge Staufächer, einige davon beleuchtet. Die Kleiderschränke befinden sich unter den Betten.
Bild: Sven Krieger
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So lässt sich der Schrank von oben beladen.
Bild: Sven Krieger
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In der Garage sorgt ein zusätzliches Fach für mehr Ordnung.
Bild: Sven Krieger
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Ohne Platzangst geht es im Optima-Bad zu. Auch hier gibt es viel Stauraum.
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Die Steuerzentrale. Gegen Aufpreis lässt sich die Bordtechnik auch per Tablet steuern.
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Praktisch: Auszug für die beiden Elf-Kilogramm-Gasflaschen.
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Und schließlich noch der Blick auf den Arbeitsplatz mit Chromschmuck und Navigationssystem.
Bild: Sven Krieger
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Und so fährt sich der Hobby Optima De Luxe Premium-Heck T70 GE: Der allgegenwärtige Fiat Ducato kommt hier mit kräftigem 148-PS-Diesel. Das kostet 1300 Euro Mehrpreis und ist Geschmackssache, ...
Bild: Sven Krieger
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... weil ja bereits die 130-PS-Version kein Fall für Schmidtchen Schleicher ist. Autobahntempo 130 km/h sind mit dem 148-PS-Motor völlig stressfrei möglich. Dabei zieht er im Schnitt 11,6 Liter Diesel aus dem Tank.
Bild: Sven Krieger
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Die Fahrwerksabstimmung kann es dagegen durchaus mit Schleichers elastischen Beinen aufnehmen. Keine Angst, der Hobby Optima federt nicht gefährlich in den Knien: Er erinnert eher an ein gutmütiges Schaukelpferd, das in seinen weichen Federn bisweilen wippt und wankt.
Bild: Sven Krieger
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Ein wichtigeres Testkriterium sind die Geräusche, die der Aufbau auf schlechten Wegen und bei flotter Fahrt von sich gibt. Nein, auch der Optima bleibt nicht völlig stumm. Das dezente Knistern lässt sich einfach übertönen: Radio an – es kostet hier nicht extra. Überhaupt bietet unser Kandidat vieles, was normalerweise extra kostet, auch eine Rückfahrkamera und eine Navigation mit Stellplatzinfos.
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Auch die Fahrerhausverdunkelung ist inklusive.
Bild: Sven Krieger
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Ebenfalls serienmäßig an Bord: eine elektrische Einstiegsstufe. Die großzügige Ausstattung bedeutet aber nicht, dass die Möglichkeiten der Individualisierung damit erschöpft wären: Wer will, kann ab Werk z. B. Satelliten-TV bestellen (3503 Euro, inklusive LED-Bildschirm, Receiver, Parabolantenne), bekommt einen Backofen (530 Euro), Lederpolster (2140 Euro) oder Dachklimaanlage (1776 Euro) und Alde-Warmwasserheizung (1990 Euro). Am Ende ...
Bild: Sven Krieger
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... klettert der Preis dann aber schnell Richtung 80.000 Euro. Auch für andere Extremisten hält Hobby eine Lösung bereit: Für Freunde des Nacktmolchs gibt's einen Optima T70 GE ohne de Luxe und Premium-Heck, aber mit kilometerlanger Aufpreisliste – ab 55.290 Euro. Doch Vorsicht: Wer so einen Nacktmolch aufrüstet, zahlt am Ende 10.000 Euro mehr als fürs Komplettmodell.
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Fazit von Redakteur Andreas Borchmann: Es ist also keine Hexerei, ein komplett ausgestattetes Reisemobil auf die Räder zu stellen, ohne jeden Preisrahmen zu sprengen! Hobby zeigt es mit dem Optima T70 GE de Luxe. So ein Komplettpaket empfehlen wir allen Herstellern zur Nachahmung. Urteil: 4,5 von fünf möglichen Punkten.