Wow, was für ein Kasten! Mit diesem Rucksack, den er da aufhat, kommt der kieselgraue 4x4-Sprinter ganz schön cool rüber. Aber nicht weil er erst mal an ein Kühlfahrzeug erinnert, sondern weil man zu zweit richtig komfortabel in ihm wohnen kann. Also nix wie ausprobieren! Das ist er: Quadratisch, praktisch, gut. Und irgendwie total vertrauenerweckend. So ein Gelände-Wohnmobil scheint ja grundsätzlich zu vermitteln, dass es ernsthaft überallhin fahren will, wohin auch seine Passagiere wollen. Aber der Safari schreit das nicht raus. Trotz seiner imposanten Größe bleibt er optisch fast zurückhaltend, schenkt sich eine martialisch-matte Lackierung oder grimmiges Dekor. Er ist ein Technokrat, einer, der es faustdick hinter dem GFK hat. Das ist bei seinem Aufbau für höchste Stabilität bei geringem Gewicht diagonal gewebt und mit den Aluminium-Eckprofilen fest verbunden. Dach, Wände und Boden sind in sich verschachtelt. Zudem hängen seine beiden Aufbautüren nicht in aufgesetzten Zargen, sondern sind in die Wände eingearbeitet. Beste Voraussetzungen also, um den zuschaltbaren Allradantrieb, die Untersetzung und das verstärkte Fahrwerk, das er mitbringt, artgerecht zu nutzen.

Durchs große Fenster das Hochsitzpanorama genießen

HRZ Safari
Die beque­me Dinette ist perfekt für Spieleabende und bietet zudem beste Aussicht.
Das hat er: Unglaublich viel Raum. Nachdem die drei Aufbaustufen erklommen sind, offenbart sich ein lichtdurchfluteter und luftiger Wohnküchenbereich. Im Küchenblock links der Aufbautür stecken alle Bedienpaneele, Spüle und Herd, darunter gibt es enorm viel Vorratsplatz. Rechts befindet sich ein Schrank, in dem unten Kleidung, mittig eine Schublade und oben die Kühl-Gefrier-Kombi Platz finden. Gegenüber lädt die Dinette dazu ein, das Hochsitzpanorama aus dem großen Fenster zu genießen. Im Heck findet sich das Schlafabteil, das am Kopfende jedes Bettes ein Fenster bietet. Besonders pfiffig ist das Bad: Seine glatten Kunststoffoberflächen sind pflegeleicht, und das Waschbecken verschwindet im Schrank, der zudem reichlich Stauraum bietet. Dank Sandwichboden, der aus dem Schiffbau bekannten PU-Luft-Isolation und einer Truma-Dieseltherme bleibt es im HRZ Safari auch im Winter mollig warm.
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Die Sprinter-Fahreigenschaften bleiben erhalten

So fährt er: Fast wie ein normaler Sprinter – und auch so sicher. Das ESP regelt sehr feinfühlig, die Lenkung ist allerdings eine Spur zu leichtgängig. Die Bremsen zeigen sich sehr standfest, trotz 2,9 Tonnen Leergewicht. Die größere Bodenfreiheit gibt einen noch besseren Überblick, und der schmale Koffer schränkt die Sicht in den Außenspiegeln nicht ein. Mit den grobstolligen MT-Reifen (bis maximal 120 km/h) wird es natürlich etwas lauter in der Fahrerkapsel, aber wer selten offroad unterwegs ist, kann ja eine Straßenbereifung wählen.


Fazit

von

AUTO BILD
Mit dem Safari (ostafrikanische Swahili-Sprache, bedeutet: Reise) würde ich sofort auf Safari fahren – aber nur zum Tiere gucken, versteht sich! Er glänzt mit robuster, qualitätsvoller Machart, vielen individuellen Optionen und großem Raumkomfort. Bei dem Preis bleibt mir aber leider nur der Bildband. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.