"Hallo?", erklingt eine zarte Frauenstimme am Telefon. "Hallo, AUTO BILD hier, ich rufe an wegen des inserierten Hummer." "Ah, ja mein Schatz, möchtest du den H2 kaufen? Der gehört meinem Chef." "Nein, ich suche einen für eine Fotoproduktion." "Nee Schatzi, so etwas machen wir nicht ..." Hinter der Telefonnummer des H2-Verkäufers verbirgt sich ein Etablissement mit schummrigrotem Innenlicht. Und da wären wir gleich beim ersten H2-Problem: Finden Sie einen seriösen Verkäufer. Schwierig vor allem im unteren Preisbereich des H2 um 15.000 Euro.
Hammermäßigen Spaß macht der H2 erst im Gelände. Dort macht er fast jedes andere Auto nass.
Bild: Thomas Ruddies
Unser Testwagen von R&S Automobile in Kropp/Schleswig-Holstein kostet 21.980 Euro. Abgesehen von einem defekten Gebläsemotor und einigen Detailmängeln steht der H2 technisch wie optisch für seine zehn Jahre gut da. Dennoch verkauft Geschäftsinhaber Alessandro Ronchini den zehn Jahre jungen H2 nur an Gewerbetreibende – ohne Garantie und Sachmängelhaftung. So müssen Reparaturen aus eigener Tasche bezahlt werden, was dank Großserientechnik aus den technisch identischen Chevrolet Suburban und Cadillac Escalade auch bei uns machbar ist.Über den Verbrauch muss nicht viel gesagt werden: Das Auto wiegt leer rund drei Tonnen, selbst der Sechsliter-V8 müht sich, den Trumm auf Trab zu bringen. Realistisch ist ein Durchschnittsverbrauch von rund 25 Litern – im Gelände auch mal 50. Dort ist der H2 aber in seinem Element: riesige Räder, zwei Differenzialsperren, ein Reduktionsgetriebe und zusätzlich noch elektronische Traktionshilfen lassen den Hummer erst dort steckenbleiben, wo andere Autos erst gar nicht hinkommen. So bleibt ein Hummer am Ende meist einsam, trotz seiner perfekten Show. Wie gut, dass er so zäh ist.Was bei unserem Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim gebrauchten Hummer H2 außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den vollständigen Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Think big! Wer auf Kingsize-Cars made in USA steht, wird glücklich mit dem H2. Denn abgesehen vom Format, ist auch die Technik überdimensioniert und damit recht haltbar. Originalen und gepflegten Exemplaren ist eine spätere Klassiker-Karriere sicher.
Gebrauchter Hummer H2 im Test
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Dezent geht anders. Aber wer sich für einen Hummer H2 interessiert, dem steht der Sinn wohl auch nicht nach Understatement. Wer mit diesem Allrad-Dino unterwegs ist, fällt auf und polarisiert. Klingt gut? Hier kommen die Gebrauchtwagen-Tipps.
Bild: Thomas Ruddies
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Das erste Problem beim Kauf eines H2 ist es, einen seriösen Anbieter zu finden – zumal im unteren Preisbereich um 15.000 Euro. Wir entdecken uneren Testwagen schließlich bei R&S Automobile in Kropp/Schleswig-Holstein. 21.980 Euro soll der 2005er Koloss kosten, 64.500 Kilometer hat er auf der Uhr.
Abgesehen von einem defekten Gebläsemotor und einigen Detailmängeln steht der H2 technisch wie optisch für seine zehn Jahre gut da. Dennoch verkauft Geschäftsinhaber Alessandro Ronchini den zehn Jahre jungen H2 nur an Gewerbetreibende – ohne Garantie und Sachmängelhaftung. So müssen ...
Bild: Thomas Ruddies
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... Reparaturen aus eigener Tasche bezahlt werden. Dank Großserientechnik aus den technisch identischen Chevrolet Suburban und Cadillac Escalade ist das aber auch bei uns machbar.
Über den Verbrauch muss nicht viel gesagt werden: Das Auto wiegt leer rund drei Tonnen, selbst der Sechsliter-V8 müht sich, den Trumm auf Trab zu bringen. Realistisch ist ein Durchschnittsverbrauch von rund 25 Litern – im Gelände auch mal 50.
Bild: Thomas Ruddies
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Offroad ist der H2 in seinem Element: riesige Räder, zwei Differenzialsperren, ein Reduktionsgetriebe und zusätzlich noch elektronische Traktionshilfen lassen den Hummer erst dort steckenbleiben, wo andere Autos erst gar nicht hinkommen. Doch regelmäßige Schlammschlachten ...
... und Dauervollgasetappen killen auch einen Hummer H2 irgendwann. Denn das Kühlsystem des sanftmütigen Sechsliter-V8 mit zentraler Nockenwelle ist für US-typisches Cruisen und nicht für dauerhafte Volllast ausgelegt: Es droht Überhitzung.
Bild: Thomas Ruddies
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Auch Korrosionsschutz ist werksseitig kaum vorhanden, eine nachträgliche Versiegelung ratsam (rund 1000 Euro). Bis allerdings der solide Leiterrahmen durchrostet, dürften einige Jahrzehnte vergehen. Häufig sind jedoch ...
... die Bremsbänder des Automatikgetriebes verschlissen. Riecht es verbrannt am Ölpeilstab des Getriebes und schaltet es nicht korrekt, dürfte dieses Problem vorliegen. Die Überholung kostet ab 2700 Euro.
Bild: Thomas Ruddies
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Die Achsgelenke haben Lkw-Dimensionen. Bei H2, die oft im Gelände waren, sind sie dennoch oft ausgeschlagen.
Keine Probleme mit der Allradtechnik: Differenzialsperren, Reduktions- und Verteilergetriebe arbeiten in der Regel fehlerfrei. Aber auf Ölverlust und ausgeschlagene Kreuzgelenke der Gelenkwelle sollte man achten.
Bild: Thomas Ruddies
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Typisch Ami: billigstes Plastik, aber viele Gimmicks. Automatikwählhebel wie in einer Boeing. Vor dem Kauf sollten unbedingt alle Komfortfunktionen geprüft werden. Beim Testwagen defekt: der Gebläsemotor (250 Euro). Teurer wird's, wenn der Heizungskühler undicht ist: rund 1000 Euro.
Fazit: Think big! Wer auf Kingsize-Cars made in USA steht, wird glücklich mit dem H2. Denn abgesehen vom Format, ist auch die Technik überdimensioniert und damit recht haltbar. Originalen und gepflegten Exemplaren ist eine spätere Klassiker-Karriere sicher.
Bild: Thomas Ruddies
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Auch ein extrovertierter Trumm wie der Hummer H2 ist nicht ohne Alternativen. Der baugleiche Cadillac Escalade etwa ist neunjährig ab 15.000 Euro zu haben. Tipp: der 6,2-Liter-V8-Benziner (409 PS); Verbrauch: ca. 23 Liter Super/100 km.
Bild: Juergen Zoellter
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Ein acht Jahre alter Chevrolet Suburban (ebenfalls baugleich) lässt sich auch für 15.000 Euro finden. Tipp auch hier: der 6,2-Liter-V8-Benziner (409 PS); Verbrauch: ca. 23 Liter Super/100 km.
Bild: Werk
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Alles nicht das Richtige? Dann gäbe es da noch den Dartz Kombat T98. Ein neues Modell ist ab 140.000 Euro zu haben. Tipp: der 6,6-Liter-V8-Diesel (365 PS); Verbrauch: ca. 20 Liter Diesel/100 km.