Hymer B-Klasse: Wohnmobil-Test
Auf der Kippe
Ein Klassiker erfindet sich neu: Mit dem Hymer B 588 DL rollt die nächste Generation leichter Integrierter Wohnmobile an den Start. Doch das Fahrwerk hält den Erwartungen nicht stand.
Video: Hymer B 588 DL (2016)
Gefährlicher Spurwechsel
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Drei Fahrzeuglängen stehen zur Wahl
Das ist er: Sofort fällt auf, wie schmal er mit seinen 2,22 Metern ausfällt. Und wie hoch er ist: beeindruckende 2,96 Meter, ein Plus von sechs Zentimetern gegenüber dem Vorgänger, was mehr Raum für die Heckgarage und die Betten bringt. Dazu kommt das akzentuierte Design mit fließenden Lichtkanten, neuen Scheinwerfern (LED als Option) sowie einer flacheren Frontscheibe: Die neue B-Klasse tritt überzeugend eloquent auf – ganz, wie es ihr Kürzel DL verspricht: Bei Hymer steht es für Dynamic Line. Der B 588 DL, unser Testwagen, misst in der Länge 6,99 Meter, zwei kürzere Varianten (5,99 Meter) und eine längere (7,49 Meter) werden die Palette ergänzen. Der mittlere Aufbau besitzt zwei längs ausgerichtete Einzelbetten im Heck sowie ein etwas knapp bemessenes Hubbett, das sich auf Wunsch jedoch als Version mit zwei Auszügen ordern lässt.
Wenn es hektisch wird, reagiert der B 588 DL fies
So fährt er: Im Alltag wunderbar handlich und problemlos wie ein Pkw. Das große Fahrzeugvolumen ist schnell vergessen, auch auf kurvigen Strecken. Doch wenn es hektisch wird, reagiert der B 588 DL eben richtig fies – beim Fahrwerk muss Hymer jetzt schnellstens nachbessern. Sonst macht er fast alles richtig. Selbst auf schlechter Piste bleibt die nun sogar innen mit Alu beplankte Karosserie stocksteif, der Ausbau jedoch nicht geräuschfrei. Klappern und Knarzen nerven dann aus dem Bereich des Hubbetts. Dass er hart abrollt und das Lenkrad deutlich den Straßenzustand meldet, mag auch an den extra montierten Spiralfedern liegen, die der zu Hymer gehörende Spezialist Goldschmitt zuliefert. In jedem Fall zu empfehlen sind 16-Zoll-Räder, mit denen auch der Testwagen ausgerüstet war.
Der schmale Aufbau wird innen bestmöglich kaschiert

Helles, freundliches Interieur: Zwei bis drei Personen finden hier bequem Platz.
Bild: Marcus Gloger
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