Hyundai hat seine Hausaufgaben gemacht – nun braucht die Marke auch mal einen emotionalen Tritt in den Allerwertesten. Die 4,43 Meter lange Studie "i-oniq" auf dem Autosalon Genf 2012 eignet sich trefflich dafür. Die Proportionen passen: Vorn der große Chrom-Grill aus der erwähnten Affäre, oberhalb davon fließt die lange Haube nahtlos in Windschutzscheibe und Dach über, dahinter stürzt das Heck am Hintern schnell ab. Am schlanken Body zeichnen sich seitlich zwei gegenläufige Muskelstränge ab, dazwischen sitzen Butterfly-Türen. Die hätte der i-oniq gar nicht nötig. Sie machen halt Eindruck, werden es aber nie in die Serie schaffen.
Insgesamt ist das Design eher reduziert, nicht mehr so aufgeregt wie so oft in der Vergangenheit. Drinnen geht es fast ein bisschen zu futuristisch zu: Ein schwebender Satellit, ein Panorama-Screen, ein 3-D-Display im Pralltopf des Lenkrads – alles in eisblauer Beleuchtung und per Gestik bedienbar – Scotty, bitte beamen. Vorne sitzt ein 80-kWh-Akkupaket aus acht Einheiten, das die Fuhre rund 120 Kilometer weit rein elektrisch in Gang halten soll. Ist der Saft alle, hilft als Range Extender ein Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 68 PS weiter. Gesamtreichweite: 600 Kilometer.