Das ist irgendwie verdreht: Das einfachste Modell in diesem Trio ist nun ganz und gar nicht simpel. Auch wenn sich die elektrische Reichweite im ungünstigsten Fall auf ein paar Hundert Meter beschränkt – der Hyundai Ioniq Hybrid ist ein waschechter Vollhybrid. Hauptsächlich leistet ein 1.6er-Benziner die Arbeit, gelegentlich gibt's jedoch Anschubhilfe durch einen kleinen E-Motor, der seine Energie aus einem (noch selten bei Autos!) Lithium-Polymer-Akku bezieht.

Mit dem Ioniq Hybrid ist man am günstigsten unterwegs

Hyundai Ioniq
Preiswert: Der Ioniq Hybrid hat den niedrigsten Preis und die geringsten Kilometerkosten des Trios.
Der Hybrid ist etwas langsamer als die Brüder der Modellreihe, läuft natürlich viel häufiger im lauteren und ungeschmeidigeren Verbrennermodus. Aber: Er ist kaum langsamer als der Plug-in, absolut gesehen ziemlich sparsam und vor allem unter dem Strich deutlich günstiger. Der Plug-in-Hybrid kommt rund 60 Kilometer weit per Akku. Das beschert ihm im Mix einen günstigen Verbrauch um fünf Liter. Hier fehlt jedoch Schliff im Antriebszusammenspiel. Fordert der Fahrer beispielsweise alle Kraft zum Beschleunigen ab, dauert es ein Weilchen, bis E-Maschine und 1.6er schlüssig an der Kette ziehen. Beim Fahren spürt man das deutlich höhere Leergewicht, im Kofferraum fehlen über 100 Liter Volumen. Zudem ist der Plug-in teuer. 6000 Euro trennen ihn vom "normalen" Hybrid beim Kauf. Sogar pro Monat kostet er trotz weniger Kraftstoffanteil deutlich mehr.

Die rein elektrische Variante macht beim Sprinten Spaß

Hyundai Ioniq
Klare Sache: Beim Sprintvermögen hängt der rein elektrische Ioniq die Hybrid-Brüder ab.
Der elektrische Ioniq sprintet den beiden anderen Hyundai gefühlt mühelos davon. Überhaupt fühlt sich der E-Hyundai angenehm kraftvoll an – allerdings wird ihm auf der Autobahn bei Tempo 165 der Hahn zugedreht. Die werksseitig verbauten größeren Räder rollen spröder ab als bei Ioniq Hybrid und Ioniq Plug-in-Hybrid. Weniger Kofferraum, geringere Zuladung, lange Ladezeiten und bescheidene Reichweiten (gut 200 km) sind die funktionalen Nachteile. Dazu kommen die Kosten: Der mindestens 34.900 Euro teure Elektro-Ioniq verlangt pro Kilometer Fahrt sieben Cent mehr als der "kleine" Hybrid. (Bei carwow.de mit einer Ersparnis bis 6886 Euro). Heißt: Der "konventionelle" Ioniq ist unsere Empfehlung. Der AUTO BILD-Kauftipp: Elektrisch? Können alle Ioniq. Am einfachsten und günstigsten im Hybrid.

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Hyundai Ioniq
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Hyundai Ioniq im Antriebs-Check