Hyundai: neuer Panzer fährt mit Wasserstoff
Hyundai enthüllt wasserstoffbetriebenen Panzer

Bild: Hyundai Rotem
- Manuel Bauer
Die Verringerung des Schadstoffausstoßes ist für den Hersteller allerdings nur ein untergeordneter Aspekt bei der Konzeption des Fahrzeugs. Vielmehr geht es um militärische und taktische Vorteile durch den Verzicht auf den bislang verwendeten Dieselmotor. Die Basis für das neuartige Kriegsgerät bildet laut Bericht die bereits vorhandene K2-Kampfpanzerplattform. Das fertige Gerät soll sich durch verbesserte Beschleunigung, stark verringerte Betriebsgeräusche und radarabsorbierende Materialien auszeichnen.
Wärmekameras können Panzer schwerer erfassen
Einer der weiteren großen Vorteile des neuen Antriebs ist die geringere Wärmeentwicklung. Dadurch weist er nicht die für Dieselmotoren typischen thermischen Signaturen auf. Das wiederum könnte nach Ansicht von Experten eine Erfassung durch gegnerische Wärmebildkameras erschweren. Wie es sich für ein Fahrzeug der Zukunft gehört, soll der Panzer mit einem autonomen Fahrsystem auf den Markt kommen. Obendrein bietet er eine Fernsteuerungsoption für Drohnen. Zur Verrichtung seines zerstörerischen und tödlichen Hauptjobs setzt er eine 130-Millimeter-Glattrohrkanone ein.
Der neue Wasserstoffantrieb könnte nach Ansicht von Electrek.co jedoch auch Nachteile bringen. So verweist die Website etwa darauf, dass Wasserstoff sehr schwer herzustellen und damit teuer sei. Zudem seien die Speicherung und der sichere Transport bereits abseits des Schlachtfeldes eine Herausforderung. Unter Kriegsbedingungen könnte sich die Treibstoffversorgung daher als besonders problematisch erweisen.
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