Der Markt für Luxusautos wächst in den kommenden Jahren: Maserati stellt auf der IAA (15. bis 25. September 2011) eine Studie des ersten SUV der Firmengeschichte vor, Bentley denkt über einen Luxus-Geländewagen auf VW Touareg-Basis nach, und Porsche will einen neuen 600-PS-Sportwagen für 400.000 Euro auf den Markt bringen. "Viele Reiche haben in der Krise 2009 den Kauf eines extrem teuren Autos aufgeschoben. Dazu kommt die Zunahme an sehr wohlhabenden Menschen in China", erklärt Analyst Christoph Stürmer von IHS Automotive den wachsenden Markt für Fahrzeuge, die mindestens 100.000 Euro kosten. Ein Milliardengeschäft, denn die teuren Autos werfen für die Hersteller hohe Renditen ab. "Seit 2007 haben wir den mittleren Erlös pro Fahrzeug um 50 Prozent gesteigert", sagt Aston Martin-Chef Ulrich Bez.

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Bild: Andrei Avarvarii
Im Jahr 2010 setzte Aston Martin 470 Millionen Euro um und verdiente 35 Millionen – ein Plus von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rendite-König ist jedoch Porsche, die VW-Tochter schafft rund 20 Prozent. Trotz drohender Konjunkturflaute ist Porsche-Chef Matthias Müller weiterhin optimistisch. "Die Leute werden auch in Zukunft unsere Autos kaufen. Wenn sich Märkte wie Indien, Asien, Südamerika und Russland weiter entwickeln, sehe ich da keine gravierenden Probleme", so Müller in der "Süddeutschen Zeitung". Wichtig ist im Hochpreissegment vor allem, dass Marke und Produkt zusammenpassen: Während die technisch und optisch eigenständige BMW-Tochter Rolls-Royce über 2700 Autos im Jahr verkauft, ist der an die alte Mercedes S-Klasse angelehnte Maybach kaum gefragt. Künftig könnte Aston Martin die Produktion des Maybach übernehmen. Denn: Die Zahl der Superreichen wächst weiter.

In der Bildergalerie: Die Luxusautos auf der IAA 2011!