Illegales Rennen auf der Autobahn
Gericht greift durch: Raser muss seinen Porsche 911 GTS abgeben

Ein Porsche-Fahrer ist nach einem illegalen Rennen auf der Autobahn bestraft worden. Unter anderem muss er seinen 911 GTS abgeben.
Bild: Porsche
Bei diesem Raser-Rennen hat das Gericht durchgegriffen. Ein 27 Jahre alter Porsche-Fahrer ist vor dem Pinneberger Amtsgericht zu einer 600-Euro-Geldbuße (60 Tagessätze zu je 10 Euro) und dem Entzug der Fahrerlaubnis mit einer Sperre von anderthalb Jahren verdonnert worden.
Doch nicht nur das: Er muss auch seinen Porsche abgeben, den einst 170.000 Euro teuren 911 GTS ist der Raser los. Er war wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Beleidigung eines Polizisten angeklagt worden.
Porsche in den Händen des Angeklagten "eine Waffe"
Das Fahrzeug sei in den Händen des Angeklagten "eine Waffe", hatte der Staatsanwalt laut SHZ erklärt. In ihrer Urteilsbegründung sprach die Richterin von "Glück, dass es nicht zu einem Unfall gekommen" sei.
Was war passiert? Am 15. April 2023 hatte sich der Porsche-Fahrer auf der A23 zwischen Rellingen und Elmshorn (Schleswig-Holstein) offenbar ein Rennen mit einem Motorrad-Fahrer geliefert.
Das sah das Gericht nach dem Prozess durch diverse Zeugenaussagen als erwiesen an. Die Polizei schrieb damals in einer Pressemitteilung von einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Erlaubt sind dort aber nur 100 km/h. Laut Zeugenaussagen sei das Motorrad dem Porsche mit weniger als einer Fahrzeuglänge gefolgt.
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