Im Test: Specialized S-Works Crux
Mit Leichtigkeit durchs Gelände

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Das Specialized S-Works Crux ist ein pfeilschnelles Luxus-Gravelbike zu einem unfassbar stolzen Preis. Lohnt sich der tiefe Griff in die Tasche für dieses Gefährt?
Bild: Jozef Kubica
Sage und schreibe 12.250 Euro kostet das Specialized S-Works Crux! Dafür gibt es ein überragendes Race-Gravelbike, das alles mitbringt, was man sich nur wünschen kann. Der kalifornische Hersteller hat seine Cross-Plattform perfekt in den Gravelsport gehievt und dürfte mit dem Crux einige Rennsiege in der US-Gravelszene einheimsen. Jetzt konnten wir es testen.
Fahreindrücke: Je weniger desto besser?!
Mit einem Gewicht von 7,3 Kilogramm ist das Crux ein Fliegengewicht, nicht nur im Gravelsektor, sondern auch im Vergleich mit anderen Rennrädern. Als das Rad in der Redaktion eintraf, musste sich einer nach dem anderen persönlich davon überzeugen, wie leicht sich dieses Rad vom Boden heben lässt. Carbon-Rahmen, Carbon-Lenker, Carbon-Felgen und leichte Ausstattungs-Komponenten – überall hat der Hersteller Gewicht eingespart.

Vorbau und Spacer sind – wie sollte es anders sein – ebenfalls aus Carbon.
Bild: Jozef Kubica
Auf Asphalt und Schotter zieht das Crux gnadenlos an. Die Roval-Laufräder und die 38 Millimeter breiten Pathfinder-Reifen mit Semislickprofil beschleunigen auf der Straße wie auf trockenem, feinem Schotter einfach großartig. Wer auf der Suche nach einem Gravelbike ist, mit dem man auch bei Ausfahrten von Rennrad-Gruppen mithalten kann, wird bei diesem Rad fündig.
In der Preiskategorie ist jedem Besitzer selbst überlassen, ob er den Carbon-Boliden auch über tiefe Schlaglöcher und allzu ruppiges Terrain führen möchte. Obwohl die Rohre vom S-Works Crux sehr schmal sind, ist es stabil genug fürs Gelände. Im Praxistest konnten wir hier keine Defizite feststellen.

Die Pathfinder Pro-Reifen bieten dank der seitlichen Pneus Grip in den Kurven.
Bild: Jozef Kubica
Bikepacking-Träume lassen sich mit dem S-Works dafür wohl eher nicht erfüllen, Montagepunkte sucht man vergeblich. Aber mal ganz im Ernst, dafür ist das Bike sicher nicht designed worden. In erster Linie ist das Crux ein schnelles Spaßgerät für die Schotterpisten dieser Welt. Die maximale Reifenfreiheit von 47 Millimetern ermöglicht Spielraum für noch breitere Reifen, wer noch mehr Komfort wünscht.
An anderer Stelle lässt der Komfort indes zu wünschen übrig. Keine Dämpfer und die der Performance-Geometrie geschuldete gestreckte Fahrerhaltung sind auf das aggressive Fahrverhalten abgestimmt. Wer Wert auf viel Bequemlichkeit und Montagepunkte legt, auf das prestigeträchtige S-Works im Namen allerdings nicht verzichten möchte, dem empfehlen wir das Specialized S-Works Diverge STR (ab 7.500 Euro).
Technische Daten
Modell | Specialized S-Works Crux |
|---|---|
Preis | 12.250 Euro |
Rahmen | Carbon mit Carbongabel |
Schaltung | Sram Red Etap AXS, 1x12-fach, 10–44 Zähne hinten |
Bremsen | Sram Red, hydraulische Scheibenbremsen, 160/160 Millimeter |
Reifen | Specialized Pathfinder Pro, 38 Millimeter |
Laufräder | Roval Terra CLX, Carbon |
Gewicht | 7,3 Kilogramm |
Die erstklassige Schaltgruppe und der Powermeter, beides aus dem Hause Sram, sprechen auch Radsportler an. Für den Preis hätten wir uns gewünscht, dass die Züge am Lenker weniger sichtbar wären. Dafür lassen sie sich im Falle eines Defekts einfacher reparieren. Unser Fazit: Ohne das Label S-Works ist das Crux etwas bezahlbarer und immer noch herausragend schnell.
Disclaimer
Dieser Produkttest wurde unterstützt von Specialized. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.
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