Sage und schreibe 12.250 Euro kostet das Specialized S-Works Crux! Dafür gibt es ein überragendes Race-Gravelbike, das alles mitbringt, was man sich nur wünschen kann. Der kalifornische Hersteller hat seine Cross-Plattform perfekt in den Gravelsport gehievt und dürfte mit dem Crux einige Rennsiege in der US-Gravelszene einheimsen. Jetzt konnten wir es testen.

Specialized S-Works Crux

Specialized

S-Works Crux

1,7 (gut)
  • Pro IconFliegengewicht
  • Pro Iconsuper schnell
  • Pro Iconinklusive Powermeter
  • Contra Iconviel zu teuer

Fahreindrücke: Je weniger desto besser?!

Mit einem Gewicht von 7,3 Kilogramm ist das Crux ein Fliegengewicht, nicht nur im Gravelsektor, sondern auch im Vergleich mit anderen Rennrädern. Als das Rad in der Redaktion eintraf, musste sich einer nach dem anderen persönlich davon überzeugen, wie leicht sich dieses Rad vom Boden heben lässt. Carbon-Rahmen, Carbon-Lenker, Carbon-Felgen und leichte Ausstattungs-Komponenten – überall hat der Hersteller Gewicht eingespart. 
Specialized S-Works Crux
Vorbau und Spacer sind – wie sollte es anders sein – ebenfalls aus Carbon.
Bild: Jozef Kubica
 
Auf Asphalt und Schotter zieht das Crux gnadenlos an. Die Roval-Laufräder und die 38 Millimeter breiten Pathfinder-Reifen mit Semislickprofil beschleunigen auf der Straße wie auf trockenem, feinem Schotter einfach großartig. Wer auf der Suche nach einem Gravelbike ist, mit dem man auch bei Ausfahrten von Rennrad-Gruppen mithalten kann, wird bei diesem Rad fündig.
In der Preiskategorie ist jedem Besitzer selbst überlassen, ob er den Carbon-Boliden auch über tiefe Schlaglöcher und allzu ruppiges Terrain führen möchte. Obwohl die Rohre vom S-Works Crux sehr schmal sind, ist es stabil genug fürs Gelände. Im Praxistest konnten wir hier keine Defizite feststellen.
Specialized S-Works Crux
Die Pathfinder Pro-Reifen bieten dank der seitlichen Pneus Grip in den Kurven.
Bild: Jozef Kubica
Bikepacking-Träume lassen sich mit dem S-Works dafür wohl eher nicht erfüllen, Montagepunkte sucht man vergeblich. Aber mal ganz im Ernst, dafür ist das Bike sicher nicht designed worden. In erster Linie ist das Crux ein schnelles Spaßgerät für die Schotterpisten dieser Welt. Die maximale Reifenfreiheit von 47 Millimetern ermöglicht Spielraum für noch breitere Reifen, wer noch mehr Komfort wünscht. 
An anderer Stelle lässt der Komfort indes zu wünschen übrig. Keine Dämpfer und die der Performance-Geometrie geschuldete gestreckte Fahrerhaltung sind auf das aggressive Fahrverhalten abgestimmt. Wer Wert auf viel Bequemlichkeit und Montagepunkte legt, auf das prestigeträchtige S-Works im Namen allerdings nicht verzichten möchte, dem empfehlen wir das Specialized S-Works Diverge STR (ab 7.500 Euro).

Technische Daten

Technische Daten
Preis
12.250 Euro
Rahmen
Carbon mit Carbongabel
Schaltung
Sram Red Etap AXS, 1x12-fach, 10–44 Zähne hinten
Bremsen
Sram Red, hydraulische Scheibenbremsen, 160/160 Millimeter
Reifen
Specialized Pathfinder Pro, 38 Millimeter
Laufräder
Roval Terra CLX, Carbon
Gewicht
7,3 Kilogramm
 
Die erstklassige Schaltgruppe und der Powermeter, beides aus dem Hause Sram, sprechen auch Radsportler an. Für den Preis hätten wir uns gewünscht, dass die Züge am Lenker weniger sichtbar wären. Dafür lassen sie sich im Falle eines Defekts einfacher reparieren. Unser Fazit: Ohne das Label S-Works ist das Crux etwas bezahlbarer und immer noch herausragend schnell.

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