Immer mehr Fahrradstraßen
Städte sperren Autos aus

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Die Städte reagieren auf den Fahrrad-Boom – und wandeln immer mehr Straßen in reine Fahrradstrecken um. Viele Autos müssen draußen bleiben.
Der Hamburger Bezirk Nord prüft derzeit, sieben Straßen in Fahrradstraßen umzuwandeln – darunter die Bellevue an der berühmten Außenalster. Nur noch Anwohner dürften nach dem Umbau dort Auto fahren. "Die Erreichbarkeit wird deutlich eingeschränkt", so Christoph Ploß. Der CDU-Bezirksabgeordnete kritisiert zudem, dass Parkplätze wegfallen würden: "Die sind ohnehin schon Mangelware."
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Bundesweit mehr als 200 Fahrradstraßen
Bundesweit reagieren Städte auf den steigenden Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen. In München etwa stieg die Radverkehrsquote von sechs Prozent im Jahr 1996 auf 17,4 Prozent im Jahr 2011. Die bayerische Landeshauptstadt hat rund 50 Straßen zu Fahrradstraßen umgebaut, allein die Hälfte davon im vergangenen Jahr. Bundesweit existieren nach Schätzungen mehr als 200 Fahrradstraßen. Auf diesen Strecken dürfen Fahrräder nebeneinander fahren. Andere Fahrzeuge dürfen sie nur nutzen, wenn Zusatzzeichen das erlauben – dann aber mit besonderer Rücksicht auf die Radler und mit höchstens 30 km/h.
Shared Space: Gut geteilter Raum
"Fahrradstraßen sind eine gute Möglichkeit, ein durchgängiges Radwegenetz zu schaffen", sagt Stephanie Krone vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Wichtiger aber noch seien aus Sicht des Verbands der Ausbau breiter, gut gepflegter Fahrradspuren und mehr sichere Abstellplätze.
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