AUTO BILD kürt die Import-Stars 2025. Grundlage dafür sind die im AUTO BILD-Test erzielten Punkte. Welche Fahrzeuge sind die Gewinner der Importeure 2025?
Bild: Christoph Börries, Herrsteller, AUTO BILD Montage
Mit 2,9 Millionen Neuwagen legten die Zulassungen 2025 um 1,4 Prozent zu. Bei den Importen mischen immer mehr neue Marken mit. Welche Modelle top sind, ermittelt AUTO BILD aus den Testbewertungen. Hier sind die Importautos des Jahres!
Kia EV3: Bestes Importauto "Kleine SUV"
Mit dem EV3 bringt Kia modernste E-Technik ins Segment der kleinen SUV. Ein hochwertiges Cockpit und üppige Ausstattung zum fairen Preis sichern ihm den Sieg.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
Keine Kompromisse bei der Reichweite macht der kleine Kia EV3: In der GT-Line-Ausführung mit 81,4-Kilowattstunden-Batterie erreicht der Koreaner einen beachtlichen Aktionsradius von bis zu 563 Kilometern mit nur einer Ladung nach WLTP. Das 4,31-Meter-SUV überzeugt zudem mit einem durchdachten Raumkonzept. Das Cockpit hinterlässt bereits beim Einsteigen einen hochwertigen, sorgfältig verarbeiteten Eindruck. Das Bedienkonzept kombiniert zwei üppig dimensionierte Bildschirme und funktionale Extra-Tasten unterhalb des Touchscreens.
Praktisch sind die großen Ablagen und die variable, extrem breite Armlehne – der Innenraum ist besonders alltagstauglich. Eine 360-Grad-Kamera macht das Rangieren zum Kinderspiel, während die Sieben-Jahres-Garantie für langfristige Sicherheit und Kalkulierbarkeit sorgt. Mit 204 PS und 283 Nm Drehmoment bietet der Fronttriebler zudem kräftigen Durchzug. Gepaart mit einem ordentlichen Fahrverhalten ist der EV3 ein souveräner Begleiter in der Stadt und auf Langstrecken.
Skoda Elroq: Bestes Importauto "Kompakte SUV"
Technisch ein geschrumpfter Enyaq, bietet der Elroq ein Platzangebot, das in seiner Klasse Maßstäbe setzt.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
Der Skoda Elroq tritt im Segment der Kompakt-SUV mit markantem "Tech Deck"-Gesicht an – und beweist, dass vollelektrische Mobilität einfach clever sein kann. Mit einem Radstand von 2,77 Metern bietet sein Innenraum ein phänomenales Platzangebot; vier Passagiere reisen richtig bequem. Das Gepäckabteil fasst großzügige 470 bis 580 Liter und lässt sich variabel nutzen.
Im Cockpit dominieren ordentliche Materialien und eine solide Verarbeitung. Ein massives Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktionen unterstützt das flüssig laufende Infotainment. Technisch punktet der Elroq 85 mit einer manuell aktivierbaren Batterieheizung. Die Schnellladeleistung an entsprechenden Säulen steigt damit auf bis zu 175 kW. Mit 286 PS und 545 Nm Drehmoment ist der Elroq sportlich und schiebt bei Bedarf lässig aus der Hüfte. Das adaptive Fahrwerk erlaubt zudem, den Tschechen flexibel an die gewünschte Gangart anzupassen.
Skoda Enyaq: Bestes Importauto "Mittlere SUV"
Als RS kombiniert der Enyaq potente Fahrleistungen mit dem bekannt hohen Komfort und praktischen Details.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
In seiner sportlichsten Version gewinnt der Skoda Enyaq wie im Vorjahr die mittlere SUV-Klasse. Dabei vereint er Nutzwert mit Dynamik. Dank 340 PS und Allradantrieb bietet er Fahrleistungen, die sowohl im Alltag als auch bei flotter Gangart überzeugen. Sein hervorragendes Bremssystem bringt den schweren Stromer bei Bedarf aus 100 km/h nach nur 32,5 Metern zum Stehen – ein Spitzenwert in dieser Klasse.
Das Interieur wartet mit markentypisch cleveren Lösungen auf: vom Regenschirm in der Fahrertür bis zur Drei-Zonen-Klimaautomatik, die bereits zur Serienausstattung gehört. Das 15-stufig verstellbare DCC-Fahrwerk sorgt dafür, dass selbst die üppige 21-Zoll-Bereifung komfortabel abrollt. Im Sportmodus lenkt der Tscheche willig ein und bietet eine feine Rückmeldung. Mit einem maximalen Ladevolumen von 1710 Litern und einer gesteigerten Ladeleistung von bis zu 185 kW ist der Enyaq RS bestens für längere Fahrten gerüstet.
Kia EV9: Bestes Importauto "Große SUV"
Viel Platz, viel Komfort und 800-Volt-Technik verhelfen dem Kia EV9 zum Sieg bei den großen SUV.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
Mit über fünf Meter Länge ist der Kia EV9 eine imposante Erscheinung. Durch 800-Volt-Technik sind extrem kurze Ladestopps möglich: In nur 24 Minuten füllt sich der 99,8-kWh-Akku von 10 auf 80 Prozent. Mit 385 PS und 700 Nm Drehmoment sprintet der 2,7 Tonnen schwere Koloss in 5,2 Sekunden auf Tempo 100, rennt 200 Spitze.
Überragend ist das Raumangebot: Sechs oder sieben Personen dürfen bis in die dritte Reihe sitzen. Bei flach gelegten Lehnen schluckt das Gepäckabteil gigantische 2393 Liter – was den Koreaner zum Lademeister im doppelten Sinne macht. Kia setzt auf ein durchdachtes Bedienkonzept mit einer hilfreichen Mischung aus Touch-Flächen und haptischen Tasten. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt. Mit der Sieben-Jahres-Garantie ergibt sich ein Paket, das in dieser Größenordnung seinesgleichen sucht.
Mini Cooper SE: Bestes Importauto "Kleinwagen"
Der elektrische Mini bleibt seinem Erbe treu: Er bietet lebendigen Fahrspaß durch ein knackiges Fahrwerk und direktes Ansprechverhalten.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
Dass Fahrspaß in der Elektromobilität die zentrale Rolle spielen kann, beweist der Mini Cooper SE. Mit 218 PS und einem knackigen Fahrwerk setzt er konsequent auf die elektrische GTI-Karte und bietet ein agiles Gokart-Feeling, das Fans der Marke seit Jahrzehnten verstelllieben. Die direkte Lenkung und der tiefe Schwerpunkt sorgen dafür, dass der Mini spielerisch durch Kurven wedelt und dabei stets souverän wirkt.
Im Cockpit finden sich pfiffige Gimmicks wie ein Head-up-Display mit Kurvenvorausschau und ein modernes Touchdisplay in der Mitte. Auf der Autobahn wirkt er erwachsen und zieht oberhalb von 130 km/h immer noch kraftvoll durch. Die Ausstattung umfasst moderne Assistenzsysteme wie eine Staufunktion und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.
Hyundai i30: Bestes Importauto "Kompaktklasse"
Der Hyundai i30 ist die vernünftige Alternative in der Kompaktklasse. Er bietet viel Auto fürs Geld und eine ordentliche Verarbeitung.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
Ein Geheimtipp für preisbewusste Käufer ist der Hyundai i30 längst nicht mehr. Mit seinen Qualitäten hat sich der solide und durchdachte Koreaner in der Kompaktklasse einen Namen gemacht. Der 1,5-Liter-Turbobenziner mit 48-Volt-Mildhybrid-System ist ein effizienter Antrieb, der im Test mit 6,4 Liter Super auskam. Der Innenraum ist gut genutzt: Er bietet viel Platz für Passagiere und ein Gepäckvolumen von 395 bis 1301 Litern.
Besonders in der N-Line-Ausstattung überzeugen die Sportsitze mit stabilem Seitenhalt und einer manuell verstellbaren Oberschenkelauflage. Das zeitgemäße Cockpit verfügt über zwei 10,3-Zoll-Monitore, die eine gute Ablesbarkeit und eine umfangreiche Konnektivität bieten. Ein starkes Argument ist zudem die Fünf-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung, die zusammen mit dem vernünftigen Werterhalt und den fairen Wartungskosten für ein entspanntes Autobesitzer-Leben sorgt. Der i30 verzichtet auf unnötigen Schnickschnack und punktet stattdessen mit ehrlichen Qualitäten und einem Preis, der auch für Normalverdiener erschwinglich bleibt.
Tesla Model 3: Bestes Importauto "Mittelklasse"
Das Model 3 hat Tesla konsequent weiterentwickelt. Es überzeugt mit besserer Verarbeitung und hoher Reichweite.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
Maßstäbe beim Preis-Leistungs-Verhältnis setzt in der Mittelklasse das Tesla Model 3 Long Range. Die in Shanghai gefertigte Limousine profitiert von ständigen Detailverbesserungen, was sich in einer überzeugenden Verarbeitungsqualität und geringen Windgeräuschen auf der Autobahn bemerkbar macht. Mit einem Leergewicht von 1755 Kilogramm ist dieser Tesla zudem deutlich leichter als viele Konkurrenten, was ihn agil und fahrfreudig macht.
Die Lenkung reagiert sehr direkt, und das luftige, minimalistische Raumgefühl im Innenraum sorgt für ein modernes Ambiente. Ein maximaler Nutzwert entsteht im Alltag durch den 88 Liter großen Frunk unter der Fronthaube, der sich bequem per App elektrisch entriegeln lässt. Beim Verbrauch spielt das Model 3 immer noch in der Top-Liga und liefert selbst bei niedrigen Temperaturen solide Testwerte. Wer eine technologisch führende Elektrolimousine mit hoher Reichweite und Zugriff auf eine exzellente Ladeinfrastruktur sucht, findet im Model 3 das stimmigste Gesamtpaket des Jahres.
Maxus T60: Bestes Importauto "Pick-ups"
Der Maxus T60 schafft die Sensation und gewinnt durch ein modernes Interieur und sein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bild: Christoph Börries, Katrin Hess
Frischen Wind ins ausgedünnte Pick-up-Segment bringt der Maxus T60 aus dem chinesischen SAIC-Konzern. Mit seinem 215 PS starken Biturbo-Diesel bietet er eine souveräne Motorisierung, die durch eine Achtstufen-Wandlerautomatik von ZF und einen semipermanenten Allradantrieb ergänzt wird. Letzterer sorgt dafür, dass der T60 auch auf Asphalt deutlich sicherer zu fahren ist als viele Konkurrenten mit starrem Zuschaltallrad.
Im Innenraum mimt der Maxus fast das Elektroauto: Zwei 12,3-Zoll-Bildschirme dominieren das solide verarbeitete Cockpit, und die Bedienung erfolgt weitgehend digital, aber ohne Navi. Ein echter Pluspunkt ist der Komfort im Fond, wo die Passagiere auf bequemen Polstern mit einer angenehm geneigten Lehne sitzen. Mit einer Tonne Zuladung und vollen 3,5 Tonnen Anhängelast ist der T60 zudem voll tauglich für Arbeitseinsätze. Kurze Bremswege und ein entschlossenes ESP runden das Sicherheitspaket ab, während die Fünf-Jahres-Garantie das Vertrauen des Herstellers in sein Produkt unterstreicht.
Mag die Hyundai Motor Group mit den Marken Kia und Hyundai bei den Zulassungszahlen 2025 eingebüßt haben – in unseren Tests sind die Modelle top. Skoda, Mini und Tesla räumen ebenfalls ab. Der Newcomer Maxus ist die Überraschung im Pick-up-Segment – wo die Konkurrenz jedoch auch immer spärlicher wird.