Er war einer der größten Rivalen von Michael Schumacher in der Formel 1, zuletzt begeisterte Juan Pablo Montoya mit seiner kompromisslosen Fahrweise die IndyCar-Szene. 2015 noch knapp am Titel vorbeigeschrammt (er war punktgleich mit Meister Scott Dixon!) erlebte Montoya eine rabenschwarze Saison 2016. Die Folge: Der 41-Jährige wurde im Topteam Penske ausgebootet und durch den jungen Amerikaner Josef Newgarden ersetzt.
Zunächst wollte Montoya sich auf dem Markt nach einem IndyCar-Cockpit umschauen, doch jetzt ruderte er zurück: Er nimmt Penskes Angebot an, in einem fünften Dallara-Chevrolet des Teams das legendäre Indy 500 zu bestreiten – das Highlight der gesamten IndyCar-Serie. Es wird das erste Mal in der 51-jährigen Geschichte von Penske sein, dass gleich fünf Autos in Indianapolis eingesetzt werden.
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Takuma Sato bleibt der IndyCar-Serie erhalten
Doch Montoya wird 2017 trotzdem allerhand zu tun haben. Sein elfjähriger Sohn Sebastian Montoya wird in Europa Kartfahren – mit dem Vater als Beistand. Auch er strebt eine professionelle Karriere im Rennsport an, wie schon Juan Pablo Montoyas Bruder Federico und auch Onkel Diego Montoya, der beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1983 in einem Sauber-BMW C7 Zehnter wurde.
Außerdem könnte es auch Juan Pablo Montoya zu den Sportwagen verschlagen: Penske plant ein Projekt in der amerikanischen Sportwagenserie, die boomt. Penske soll spätestens 2018 einen Oreca-Honda einsetzen – mit Montoya als Speerspitze.
Auch die anderen IndyCar-Cockpits werden nach und nach besetzt. Der frühere Formel-1-Pilot Takuma Sato wechselt in das Andretti-Team und wird dort Stallgefährte von Marco Andretti, Ryan Hunter-Reay und Alexander Rossi. Carlos Muñoz übernimmt im Gegenzug wahrscheinlich das Foyt-Cockpit von Montoya. Teamkollege könnte Conor Daly werden, der aber auch bei Dale Coyne bleiben könnte und damit Partner von Ex-Vettel-Teamkollege Sébastien Bourdais werden.