IndyCar: Nach Pleitensaison
Penske schmeißt Montoya raus!

Jetzt ist es offiziell: Juan Pablo Montoya muss sich nach einem neuen Cockpit umsehen. Penske ersetzt den Kolumbianer in der IndyCar durch Josef Newgarden.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
Es war ein Seuchenjahr für den ehemaligen GP-Sieger Juan Pablo Montoya in der diesjährigen IndyCar-Saison. Während seine drei Penske-Teamkollegen in der Gesamtwertung die ersten drei Plätze belegten, rangiert der Kolumbianer und Ex-Schumi-Rivale in der Formel 1 nur auf Rang acht.
Der Tiefpunkt: Bei der 100. Ausgabe des legendären Indy 500 krachte er in die Streckenbegrenzung und schied als erster aus – nur Platz 33!
Jetzt hat Penske die Reißleine gezogen: Statt Montoya wird 2017 der junge Amerikaner Josef Newgarden Teamkollege von Simon Pagenaud, Will Power und Hélio Castroneves.

Josef Newgarden wird Montoya ersetzen
Penske könnte dennoch in die amerikanische Sportwagen-Meisterschaft mit einem Daytona-Prototypen einsteigen. Gerüchte um ein Werksengagement von Honda in Zusammenarbeit mit Penske machen die Runde. Das Traditionsteam hätte dafür gerne Montoya als Fahrer.
Aber: Der 41-Jährige will in der IndyCar bleiben – für eine komplette Saison. Gespräche laufen mit diversen Teams: Carpenter, KVSH, Ganassi, Foyt. Nur: Bei KVSH und Foyt ist nicht klar, wie es weitergeht. Es gibt Gerüchte über eine Fusion mit dem aus europäischen Nachwuchsserien bekannten Carlin-Team. Bei Ganassi haben andere Fahrer Priorität und Carpenter würde gerne wieder einen jungen Amerikaner fördern. So wie Newgarden bisher.
Die Zukunft von Indy-500-Sieger Alexander Rossi ist indes auch geklärt: Er bleibt für mindestens drei Jahre im Rennstall von Michael Andretti.
Kommentar von ABMS-Redakteur Michael Zeitler
Die Personalentscheidung bei Penske richtet sich nicht gegen Montoya. Roger Penske ist seit über 50 Jahren im Renngeschäft. Er weiß: Montoya hat das Fahren nicht verlernt. Auch Hélio Castroneves ist 41 Jahre und noch ein absoluter Top-Pilot. Montoya war 2015 punktgleich mit dem Champion.

Bitter für Montoya: Er verliert sein Cockpit bei Penske
Die IndyCar braucht einen Amerikaner, der vorne mitfährt und das Aushängeschild der Serie wird. In der NASCAR fuhren 2016 bisher 60 Fahrer mindestens ein Rennen im Sprint-Cup, 59 davon sind Amerikaner. Nur Patrick Carpentier kommt aus Kanada. Auch das ist ein Erfolgsrezept der NASCAR-Serie. Das letzte amerikanische Aushängeschild für Penske war Sam Hornish jr. 2006 (Titel und Indy-500-Sieg), aber da war die IndyCar noch in zwei Serien geteilt und von den Fans deswegen verpönt. Newgarden könnte jetzt der Schlüssel zu einem neuen IndyCar-Hype in Amerika werden.
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