AUTO BILD: Autozulieferer Capricorn und nicht der Finanzinvestor H.I.G. hat den Nürburgring gekauft. Ist der Ring gerettet? Sabine Schmitz: Wenn H.I.G. den Zuschlag bekommen hätte, dann wäre die Region auf die Barrikaden gegangen. Wir sträuben uns aber dagegen, dass überhaupt irgendjemand den Ring sein Eigentum nennt. Er soll in öffentlicher Hand bleiben, so wie er es fast 90 Jahre lang war. Ich glaube auch nicht, dass der Verkauf schon fix ist. Wie meinen Sie das? Capricorn hat einen Kaufvertrag über 77 Millionen Euro unterschrieben. Erst mal muss das Geld fließen. Bislang hat Capricorn sich noch nicht zur Finanzierung geäußert. Außerdem prüft die EU noch, ob das Verkaufsverfahren rechtens ist.
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"Wir trauen keinem mehr"

24-Stunden-Rennen Nürburgring 2012
Für ein Transaktionsvolumen von 100 Millionen Euro geht der Ring an Capricorn. Geflossen ist das Geld noch nicht.
Bild: Werk
Die umstrittene Partymeile will Capri­corn abreißen. Stattdessen sollen sich Autotechnikfirmen ansiedeln. Die Planung müsste Ihnen doch gefallen. Das kommt mir alles ein bisschen zu schön vor, um wahr zu sein. Wir sind gebrannte Kinder hier oben, wir trauen keinem mehr. Ihre Initiative macht also weiter? Auf jeden Fall. Der Nürburgring kann ja nichts dafür, dass da oben eine Kirmesmeile gebaut worden ist. Der Ring als solcher hat immer funktioniert, solange er nicht in privaten Händen war. Was wird denn in zehn, 15, 20 Jahren passieren? Dann kommt der nächste Investor. Der Nürburgring wird zum Wanderpokal.