Italienischer Superzug "Italo"
Ferrari auf Schienen

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Rot und schnittig soll der Hochgeschwindigkeitszug "Italo" ab Mai 2012 mit bis zu 360 km/h durch Bella Italia rasen. Hinter dem Projekt steckt Ferrari-Chef Montezemolo.
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(dpa) Ferrari-Boss Luca di Montezemolo will mit seinen Partnern eine von langer Hand vorbereitete Revolution auf Italiens Schienen bringen: "Den modernsten Zug Europas" verspricht der 64-jährige Bologneser allen, die von der Staatsbahn mit ihren schnellen "Frecciarossa" auf seine privaten "Italo"-Züge umsteigen. Dafür wurden eine Milliarde Euro investiert. Montezemolo setzt bei diesem durchaus riskanten Vorhaben darauf, in wenigen Jahren große Marktanteile zu erobern. Wer der Staatsbahn Trenitalia Konkurrenz machen will, der braucht zunächst einmal eine gute Grundlage. Allein 750 Millionen Euro gibt Montezemolos Unternehmen "Nuovo Trasporto Viaggiatori" (Ntv) für 25 Züge des französischen Herstellers Alstom aus, gebaut in La Rochelle an der Atlantikküste und im piemontesischen Cuneo. Alstom hatte sich bei diesem Top-Auftrag unter anderem auch gegen Siemens durchgesetzt.
Mit 360 km/h durch Italien

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo gibt den Start frei für den Superzug "Italo".
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In drei Stunden von Mailand nach Rom

Blick in den Italo: Kostenloses Wi-Fi fürs Internet, Essen in bester mediterraner Tradition.
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Ferrari will den Markt erobern
Gestaffelte Preise – es gibt die Klassen Club, Prima und Smart – "für alle, für jeden Geldbeutel und für alle Ansprüche", verspricht Ntv-Geschäftsführer Giuseppe Sciarrone für die sieben bis 14 Wagen des neuen Zuges. Geschäftsleute und Touristen, aber auch weniger zahlungskräftige junge Leute sollen ihn nutzen können: "Wir werden wettbewerbsfähig sein, vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem von der Qualität her gehobenen Service und breit gefächerter Preispalette."
Nun warten alle auf die Antwort des Marktes für den superschnellen Schienenverkehr. Ntv hat frühere Prognosen der wirtschaftlichen Krise angepasst, rechnet aber dennoch mit mehr als einer Million Passagieren noch in 2012. In drei Jahren sollen es dann acht bis neun Millionen sein. Was für den neuen Anbieter der zügigen Fahrt etwa ein Viertel des Marktes bedeuten würde – und das Erreichen der Gewinnzone.
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