Bereits seit drei Jahren testet Jaguar an der Eifel-Rennstrecke, um seine Fahrzeuge unter harten Bedingungen optimal auf die Serienreife vorzubereiten. Neben den zahlreichen Computer- und Labortests werden die Prototypen dort in der Praxis auf ihr Fahrverhalten in Extremsituationen, auf Verschleiß und auf das Verhalten unter Dauerbelastung überprüft. Derzeit unterzieht sich am Nürburgring das neue Jaguar-Flaggschiff XJ – Einführung im Frühjahr 2003 – seinem Testprogramm.

Mit der Investition von 2,2 Millionen Euro in das neue Testzentrum wollen die Briten ihr Engagement ausbauen und verstärken. Eröffnung des Zweckgebäude mit 1.700 Quadratmeter Nutzfläche soll im April 2003 sein. Dann stehen den Technikern eine Werkstatt mit acht Hebebühnen, 20 Computer-Arbeitsplätze sowie Besprechungsräume zur Verfügung. Je nach Entwicklungsstadium der Fahrzeuge sollen im Schnitt mehr als 20 Ingenieure an der Strecke arbeiten können, um Neu- und Weiterentwicklungen in Praxistests für die Serienreife eines Jaguars zu überprüfen. Geplant ist, dass auch die Schwestermarken Land Rover und Aston Martin in den Testbetrieb aufgenommen werden.

"Wir haben uns für den Nürburgring entschieden, weil die Rennstrecke ausgezeichnete Voraussetzungen für den Testbetrieb bereithält", erklärte Wolfgang Schuhbauer, Leiter des künftigen Jaguar-Testzentrums. "Gerade die Nordschleife ist in ihrer Einzigartigkeit die ideale Strecke, um ein sportliches Auto wie einen Jaguar auf den alltäglichen Betrieb optimal vorzubereiten", sagte der Jaguar-Ingenieur.