Man könnte denken, dass JP Kraemer am liebsten den ganzen Tag im Auto sitzt. Lange Fahrten genießt. Und dass er dadurch auch das eine oder andere Mal geblitzt wurde und schon einige Punkte gesammelt hat.
Doch im "Tank-und-Rast"-Interview auf Amazon Prime Video gesteht der Autotuner aus Dortmund, dass er lange Autofahrten noch nie mochte. Und dass er ewig lange ohne einen einzigen Punkt in Flensburg war. Und ein paar nette Anekdoten aus seiner Kindheit sind auch dabei. Wir haben die wichtigsten Aussagen gesammelt.

JP Kraemer über ...

… besondere Reiseziele mit der Familie: "Ich bin etwas eigenartiger groß geworden, so ohne Eltern. Und somit habe ich dieses Erlebnis von diesem klassischen Sommerurlaub, von dem meine Freunde immer berichten, nie so wirklich erlebt. Und ich bin halt damals alleine ab fünf Jahre mit einem ganz großen Schild alleine über den Atlantik geflogen auf die Bahamas. Das ist meine Erfahrung, die ich habe von solchen Urlauben. Oder von solchen Reisen."
… besondere Routinen beim Reisen: "Ich bin ein extremer Technikmensch. Ich habe als kleines Kind schon angefangen, mir alle möglichen Autos anzugucken, Felgen anzugucken, Modellnamen zu wissen, Motorisierung zu wissen. Das war von klein auf mein Ding. Das Verrückte ist, ich mag lange Autofahrten nicht. Jeder denkt, dass ich das liebe. Nein, überhaupt nicht."
… Spiele für den Zeitvertreib bei langen Fahrten: "Kennzeichenraten."
… seine Lieblingsduftbaumsorte: "Meine Lieblingsduftbaumsorte ist dieses Car Sense. Da gibt es diese rosane Packung. Obwohl, das war so 2000 rum, da war das extrem, und das Schlimme ist, heute riechen die Autos immer noch, die es 2000 drin hatten. Mein Lieblingsgeruch im Auto ist neues Auto."

JP Kraemer und sein Polo

… sein erstes Auto: "Mein erstes Auto war ein Polo. Diesen Polo habe ich wirklich geliebt, und er hatte das Kennzeichen DO-CH363. Das werde ich niemals vergessen. Und das Schöne ist, meine Mitarbeiter haben mir das gleiche Auto mit dem originalen Kennzeichen zum 40. Geburtstag geschenkt. Das heißt, ich habe mein erstes Auto eigentlich wieder. Das fahre ich auch immer noch. Das ist zugelassen, das fahre ich wirklich hin und wieder. Und es ist für mich eine ganz tolle Erinnerung. Die Kassette einlegen, dieses Geräusch, wenn diese Kassette in dieses Fach reinrattert. Und auch der Klang, das sind für mich ganz tolle Erinnerungen. Ich hatte wirklich sehr, sehr wenig Kohle und somit wusste ich, glaube ich, besser als jeder andere Mensch, wie weit mein Auto fahren kann. Jetzt kommt die Geschichte, denn ich konnte damals nicht wirklich zu allen Zielen hinfahren. Bin teilweise gefahren, soweit ich wusste, dass ich zurückkomme und bin den Rest des Weges zu Fuß gegangen und dann wieder zurück zum Auto, um zurückzukommen. Hatte einen Kanister im Auto, hab dann zu Hause diese zwei, drei Liter nachgetankt, um zur Tankstelle zu kommen, wenn ich wieder Kohle habe. Ich habe versucht, den Tank von diesem Polo so gut wie möglich zu nutzen, denn ich wollte ihn nicht stehen lassen, wollte aber fahren. Es war geprägt von keinem überschwänglichen Reichtum."
… Strafzettel und Rasen: "Das Verrückte ist: Ich hatte ganz lange null Punkte. Seit 16 Jahren werde ich eigentlich so gut wie gar nicht mehr geblitzt. Also wirklich null, null, null. Aber ich bin zuletzt einmal ein bisschen zu schnell gefahren, da habe ich jetzt drei Punkte und zwei Punkte."
… seinen Lieblingsort und welches Reiseziel noch auf der Bucketlist steht: "Ich bin wirklich sehr gerne in Los Angeles. Da bin ich sechsmal im Jahr. Und das ist auch für mich wie so eine Art zweite Heimat geworden. Und ein Reiseziel, wo ich wirklich gerne mal hinmöchte: Nordlichter anschauen. Mit einer dicken Jacke. Ich bin sehr kälteempfindlich, aber das würde ich gerne mal machen."
… seine verrückteste Reiseanekdote? "Da war ich zehn Jahre alt oder so. Damals waren viele Flüge von den Bahamas über Miami über Madrid. Dann bin ich in Madrid als kleiner Junge am Flughafen eingeschlafen und wach geworden und alle Sitze waren frei. Keiner saß mehr am Gate. Und als Zehnjähriger war das schon nicht ohne. Du wirst wach. Denkst erst mal, du bist zu früh und dann findest du raus, dass du einfach eine Stunde nach Abflug wach geworden bist, und es waren einfach alle weg. Das war in meinem Alter damals schon eine spannende Geschichte."