Kaege Retro Joker: Porsche 911 in Retro-Optik mit neuer Technik und 300 PS

Lila Joker ist ein Retro-Elfer mit 300 PS!

Moderne Technik im klassischen Blechkleid, das ist der Kaege Retro "Joker" auf Basis eines Porsche 911. Das Backdate-Modell hat satte 300 PS – und ist lila!
Restomods und Backdate-Elfer im alten Look mit moderner Technik kamen in den Nullerjahren auf. LuftgekĂŒhlte Elfer neu zu erfinden, das schrieb sich auch Roger Kaege auf die Fahne. Kaege nimmt sich das klassische F-Modell zum Vorbild, doch unter der Karosserie eines Kaege Retro steckt 993-Technik – im Gegensatz zu Produkten vieler anderer Anbieter, die Ă€ltere 964-Technik nutzen. Um die Kosten gering zu halten, werden möglichst viele ursprĂŒngliche Komponenten ĂŒbernommen. Zuletzt lieferte Kaege einen spektakulĂ€ren Restomod-Elfer aus, den ersten nach Asien: Es ist "The Joker".

Baujahr 1994, knapp 100.000 Kilometer gelaufen

In den KopfstĂŒtzen ist das Konterfei des Joker gelasert und auch auf dem Armatuenbrett verewigt.

Der Auftraggeber ist William Lai aus Hongkong, der mit chinesischer Medizin reich wurde und seit Jahrzehnten autoverrĂŒckt ist. Lai suchte 2017 nach einem Restomod und stieß auf Kaege Retro. Lais besonderes Problem: er musste ein rechtsgelenktes Spenderfahrzeug liefern, das bereits in Hongkong eine Zulassung erhalten hatte. Als geeignetes Fahrzeug fand Lai einen 911 Baujahr 1994, knapp 100.000 Kilometer gelaufen und in gutem Zustand. Allerdings in gewöhnungsbedĂŒrftiger Farbe: Lila! Obwohl eine Neulackierung bei einem Neuaufbau inklusive ist, wollte Lai die Farbe behalten. Anlass war ein Comic-Heft von Batman und dessen berĂŒhmten Gegenspieler, dem Joker, das Lai ins Auge fiel. Roger Kaege machte sich ans Werk und brachte ein Unikat hervor, das in Hongkong fĂŒr Bewunderung sorgt.

Auf 300 PS gesteigerte Motorleistung

Farbenfrohes, individualisiertes Cockpit auf 993-Basis. Die Passagiere sitzen auf Recaro-Schalensitzen.

Beim Umbau geht Kaege sehr pragmatisch vor. Er erhĂ€lt nahezu die gesamte Serientechnik aus dem 993, lediglich das Fahrwerk und die Abgasanlage sind neu konstruiert. Vorteil fĂŒr William Lai, er kann in jeder Porschewerkstatt weltweit sein Auto reparieren lassen. Im Innenraum des "Joker" sitzt der Fahrer auf Recaro-Schalensitzen, die mit einer Mischung aus gewebtem Leder und Filzstoff veredelt sind. In den KopfstĂŒtzen ist das Konterfei des Jokers gelasert und zusĂ€tzlich als Symbolbild auf dem Armaturenbrett verewigt. Der 272 PS starke Boxermotor wurde mit Serientechnik von Porsche auf 300 PS gesteigert. 275 km/h Spitze sind drin.
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Umbau fĂŒr 295.000 Euro 

William Lai fĂ€hrt mit dem "Joker" am liebsten kurvenreiche Straßen im Hinterland von Hongkong.

Dank einer aufwendigen Carbonveredlung mit 37 Einzelteilen wiegt der Wagen am Ende satte 160 Kilogramm weniger als das Spenderfahrzeug. Unterm Blech sitzt ein eigens abgestimmtes KW-Gewindefahrwerk. Ungewöhnlich fĂŒr solch ein Fahrzeug: Gefahren wird der Joker im Alltag. Lai nutzt ihn tĂ€glich, um aus seiner Wohnsiedlung in Hongkong zur Tiefgarage seines BĂŒros zu kommen. Auf seinen Traumwagen hat Bill Lai insgesamt 20 Monate gewartet und 295.000 Euro bezahlt, allerdings nur dank der fehlenden Mehrwertsteuer, da der Wagen ins Ausland verschifft wird. FĂŒr deutsche Kunden sind mindestens 351.000 Euro fĂ€llig.

Autoren: , Markus Zwiling

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