Ein Brandversuch der Deutschen Umwelthilfe zeigt das Gefahrenpotenzial des Kältemittels R1234yf. Beim Test wurde giftige Flusssäure freigesetzt.
Wenn ein Auto mit Kältemittel R1234yf im Tunnel oder in der Tiefgarage in Brand gerät, kommt es schon nach kurzer Zeit zu gefährlichen Konzentrationen von Fluorwasserstoff (Flusssäure, chemisch: HF). Das hat ein Brandversuch der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit einem Citroën C4 Picasso gezeigt.
Nach dem Versuch: Das Auto brannte komplett aus, übrig blieb fast nur Altmetall.
Bild: Georg Lukas / AUTO BILD
Im Stollen wurden schon nach fünf Minuten 45 ppm (parts per million) Fluorwasserstoff gemessen – eine Konzentration von 50 ppm erzeugt irreversible Gesundheitsschäden und kann ohne sofortige Gegenmaßnahmen tödlich sein. Verkehrsberater Axel Friedrich, der den Test für die DUH betreute, warnt davor, dass bei ungünstigen Luftverhältnissen sogar mit weit höheren Konzentrationen zu rechnen sei. Die DUH fordert deshalb ein Verbot von R1234yf und den schnellen Umstieg auf das Kältemittel CO2.