(dpa) Im Streit um Kältemittel für Klimaanlagen in Autos hat die Umweltorganisation Greenpeace die öffentliche Haltung des Branchenführers VW kritisiert. Auch VW sei gegen das umstrittene neue Kältemittel R1234yf, trete damit aber öffentlich nicht in Erscheinungund leiste Daimler damit keine Schützenhilfe, sagte Greenpeace-Autoexperte Wolfgang Lohbeck heute (28. August 2013) in Berlin. 
Daimler hatte im Streit um den Einsatz von Kältemitteln am Dienstag einen wichtigen Etappensieg errungen. Frankreich muss Kompaktmodelle von Mercedes vorerst wieder zulassen. Das entschied das oberste Verwaltungsgericht in Paris. Im Kern geht es darum, dass Daimler R1234yf boykottiert. Die Stuttgarter verweisen auf Sicherheitstests, bei denen das Kältemittel Feuer gefangen und giftiges Gas freigesetzt hatte. Das Kraftfahrt-Bundesamt genehmigte Daimler die Verwendung des alten Kältemittels R 134a. Lohbeck wies darauf hin, dass VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch bereits vor fast einem Jahr deutlich gemacht habe, er halte CO2 für das richtige Kältemittel in Auto-Klimaanlagen. "VW schwimmt aktuell einfach nur in der Bugwelle von Daimler mit", sagte Lohbeck. "Was mich ärgert ist, dass VW nicht offensiver auftritt."