Kampf gegen Geisterfahrer
Warnsystem wird getestet

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Ein elektronisches Warnsystem zur frühzeitigen Erkennung von Falschfahrern soll künftig für mehr Sicherheit sorgen. Es könnte andere Autofahrer auf die drohende Gefahr vorbereiten.
(dpa/cj) Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) prüft ein neues System für elektronische Falschfahrer-Warnungen auf Autobahnen. Er plane zurzeit eine Sicherheitsüberprüfung sämtlicher Auffahrten und ein Pilotprojekt für Falschfahrerwarnungen, teilte ein Sprecher am Montag (18. August 2014) mit. Zunächst hatte die "Passauer Neue Presse" darüber berichtet. Noch dieses Jahr soll das Pilotprojekt des Ministeriums der Öffentlichkeit präsentiert werden.
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Laut ADAC starben im Jahr 2013 auf deutschen Autobahnen 22 Menschen bei Unfällen mit Geisterfahrern.
Bild: dpa
Induktionsschleifen auf Fahrbahnen?
Seit Jahren debattieren Bund und Länder als eine Option auch die bundesweite Einführung von Warnvorrichtungen, lange Zeit wurde auf Warntafeln an Auffahrten wie in Österreich gesetzt. Laut Automobilclub von Deutschland (AvD) würde zum Beispiel ein deutschlandweites Warnsystem in der Fahrbahn 25 Millionen Euro kosten. So könnten Induktionsschleifen in die Fahrbahn gelegt werden, die rotes Blitzlicht und Warnschilder in Gang setzen, sobald sie in falscher Richtung überfahren werden. Laut ADAC gab es allein im vergangenen Jahr etwa 2200 Falschfahrer-Meldungen in Deutschland. Nach den Aufzeichnungen des Automobilclubs kam es 2013 zu 16 Unfällen, 22 Menschen starben. Eine Studie der Uni Wuppertal spricht von 1800 im Verkehrsfunk gemeldeten Geisterfahrern jährlich, die 70 bis 80 Unfälle verursachen.
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