Elektroauto-Akkus werden immer besser: Gingen Wissenschaftler und Autohersteller lange davon aus, dass die Energiespeicher nach spätestens 150.000 km teuer getauscht werden müssten, scheint einer Studie der Universität Stanford zufolge heute bereits die doppelte Lebensdauer möglich zu sein.
Weit darüber hinaus deuten die Forschungsergebnisse von kanadischen Wissenschaftlern, die mit neuartigen Kathoden im Lithium-Ionen-Akku experimentieren. Damit sollen Batterien möglich sein, die eine Laufleistung von acht Millionen Kilometern ermöglichen. Das entspricht einer Strecke von 200 mal um den Äquator – und käme dem Wunder-Akku schon ziemlich nah. Doch was ist dran?

Typ-2-Ladekabel im Vergleich

Redaktionstipp
Alternative
Vielseitig
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7,5 Meter
7 Meter
5 Meter, verlängerbar auf bis zu 25 Meter
5 Meter
4 Meter
10 Meter
7 Meter
7,5 Meter
3,5 Kilogramm
3,01 Kilogramm
4,1 Kilogramm
2,4 Kilogramm
2,87 kg
4,79 Kilogramm
1,85 Kilogramm
2,73 Kilogramm
22 Kilowatt
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11 Kilowatt
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11 Kilowatt
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32 Ampere
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16 Ampere
20 Ampere
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3-phasig
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  • 3,5 Kilogramm leicht, 7,5 Meter lang
  • Bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung
  • 3 Kilogramm leicht, 7 Meter lang
  • Bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung
  • Geschützt nach IP55
  • Viele Adapter im Lieferumfang
  • Bis zu 22 kW Ladeleistung
  • 2,4 Kilogramm leicht
  • Für 11-Kilowatt-Laden geeignet
  • Kompakt durch Spiralform
  • Für 11-Kilowatt-Laden geeignet
  • Lädt mit bis zu 22 Kilowatt
  • Mit 10 Metern auch für größere Fahrzeuge lang genug
  • Geschützt nach IP55
  • Für 11-Kilowatt-Laden geeignet
  • Mit knapp 1,9 Kilogramm leicht, 7 Meter lang
  • 2,7 Kilogramm leicht, 7,5 Meter lang
  • Für 11-Kilowatt-Laden geeignet
  • Nur Spritzwasserschutz (IP44)
    • Teuer
    • Nur 5 Meter lang, aber verlängerbar
    • Nur 5 Meter lang
    • Lädt nicht mit 22 Kilowatt
    • Lädt nicht mit 22 Kilowatt
    • Nur nach IP20 geschützt
    • Knapp 4,8 Kilogramm schwer
    • Lädt nicht mit 22 Kilowatt
    • Nur Spritzwasserschutz (IP44)
    • Lädt nicht mit 22 Kilowatt
    Dieser Akku ist noch im Versuchsstadium, für die Serienreife dürften also noch Jahre vergehen. Die Erforschung dauerte übrigen auch deswegen so lange, weil die Tests an der Dalhousie Universität im kanadischen Halifax erst kürzlich abgeschlossen wurden. Für die rund 20.000 Ladezyklen benötigte man sechs Jahre.
    Die daraus berechnet Laufleistung ist zwar nur theoretisch (einen regelrechten Akku gibt es noch nicht), aber gleichwohl erstaunlich. Bisher bringen weder Verbrenner noch E-Autos mit konventionellen Akku-Typen so etwas zustande. Worin unterscheidet sich die neue Bauweise davon? Offenbar handelt sich in erster Linie um eine neuartige Kathode. Sie wird als "Single Crystal Cathode" bezeichnet und besteht aus einem monokristallinen Block.

    Monokristalline Strukturen sind stabiler

    Demnach hat die Struktur des Metalls, das die Kathode bildet, einen Einfluss auf die Haltbarkeit eines Akkus. Metalle nehmen den festen Aggregatzustand in aller Regel als Polykristalle ein. Das heißt, sie bilden unter dem Mikroskop eine Kristallform, die aus uneinheitlichen Elementen mit variablen Abständen gebildet wird.
    Die Wissenschaftler haben nun eine Kathode in Monokristallform geschaffen. Die anschließende Untersuchung soll gezeigt haben, dass die Kathode am Ende der sehr langen Testreihe nahezu unverändert war.

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    Üblicherweise weisen polykristalline Kathoden am Ende der Lebensdauer konventioneller Akkus – die dazu noch wesentlich kurzlebiger sind – eine hohe Porosität auf. Vergleichbare Erfahrungen gibt es etwa bei Photovoltaik: Solarzellen aus monokristallinem Silizium haben einen höheren Wirkungsgrad als polykristalline, sind allerdings teurer in der Herstellung. Eine weitere positive Eigenschaft, die bereits nachgewiesen wurde, ist die hohe Temperaturbeständigkeit, die gegen Brandgefahr bei Elektroauto-Akkus schützen würde.
    Die Wissenschaftler bezeichnen die Ergebnisse als "vielversprechend".