Kfz-Steuer bei Pick-ups: Pkw statt Lkw
Pick-up-Besitzer müssen mehr zahlen!

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Große, schnelle Pick-ups mit Doppelkabine gelten auf dem Papier oft als Lkw. Doch immer häufiger werden sie als Pkw besteuert. Und das wird teuer!
Bild: Fiat Chrysler Automobilies US LLC

Für seinen Pick-up, einen Chevrolet Silverado, soll Stefan C. jährlich 397 statt 210 Euro Steuern zahlen.
Bild: Werk
Transportfahrzeuge mit Pritsche bislang als Lkw eingestuft

Für den Ford Ranger mit Doppelkabine wird die Kfz-Steuer fast verdreifacht.
Bild: The Ford Motor Company
Politik sieht eine "falsche Signalwirkung"
Doch die Ministerialbeamten bauten ein Schlupfloch ein, den Paragrafen 18 Absatz 12 des KraftStG, der "aus umweltpolitischen Lenkungszielen" fast jeden Pick-up zum Pkw macht. Man sehe es als "falsche Signalwirkung" an, hubraumstarke Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß zu begünstigen. Da die Rechtsprechung immer einige Jahre hinterherhinkt, erhält der Zoll bei Streitigkeiten derzeit vermehrt Rückendeckung von den Gerichten. Der Bundesfinanzhof argumentiert: Maßgebend für die Einstufung seien die Definitionen im Personenbeförderungsgesetz. Anhand der "objektiven Beschaffenheit und aller Merkmale" wird demnach die Bauart und Ausstattung des Pick-ups bewertet. Wenn die Doppelkabine verglast ist, die Ladefläche zu klein ist, und der Wagen mehr als drei Sitzplätze mit Gurten hat, spricht viel für eine Einstufung in die teure Pkw-Steuer. Wenn der Wagen dann noch eine Höchstgeschwindigkeit jenseits von 140 km/h hat, ist die Sache klar.
Zusatzeinnahmen für den Finanzminister

VW sagt: "Auf die Steuerbescheide hat Volkswagen keinen Einfluss."
Bild: Werk
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