Im bayerischen Essenbach (Landkreis Landshut) kam es im April 2024 zu einer kleinen Premiere: An einer Kreuzung der 11.000-Seelen-Ortschaft wurde unter den Augen der Presse und des bayerischen Verkehrsministers Christian Bernreiter (CSU) die "Ampel der Zukunft" in Betrieb genommen. Mithilfe künstlicher Intelligenz soll sie für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.
Anwohnern bereitet die KI-Ampel rund drei Monate nach ihrem Einstand aber offenbar vor allem Kopfzerbrechen, wie aus einem Bericht von BR24 hervorgeht.

Anwohner meiden die KI-Ampel

Demnach mehren sich die Beschwerden über die KI-gesteuerte Vorrichtung. Entgegen ihrer Erwartungen treffen Anwohner wohl insbesondere auf den Seitenstraßen, die mit der Hauptstraße die Kreuzung bilden, häufig auf Rotphasen – und zwar selbst dann, wenn auf der Hauptstraße kein Fahrzeug in Sicht ist. Das führe zu unnötigen Wartezeiten.
Betroffene schildern, dass sie die Kreuzung deshalb mittlerweile bewusst meiden. Dass die als smart beworbene Ampel den Verkehr in solchen Situationen nicht optimal regelt, stößt vermehrt auf Unverständnis.

Fokus auf Fußgängersicherheit

Eine Erklärung liefert Stephan Stroh, Leiter des Verkehrsmanagements der verantwortlichen Landesbaudirektion, gegenüber dem Nachrichtenportal "BR24". Die Technologie brauche demnach zunächst etwas Zeit, um dazuzulernen. Das sei mit einem Fahranfänger zu vergleichen, der trotz seines theoretischen Wissens weiterhin aus Praxiserfahrungen aus der Straßenverkehr lernen muss. In den ersten drei Monaten habe die KI schon dazugelernt, dabei fokussiere sie sich aber auf die Sicherheit von Fußgängern sowie Radfahrern.
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So erfasse sie etwa Bewegungsmuster von Passanten, um frühzeitig ein Grünsignal anzufordern. Fußgänger erhalten anschließend so lange grünes Licht, bis sie die Straße auch tatsächlich überquert haben. Auch sei das smarte Lichtzeichen dazu in der Lage, Erwachsene und Kinder zu unterscheiden und mögliche Handicaps zu erkennen.

Grüne Welle für Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht

Für Radfahrer hält die KI-Ampel eine spezielle Anzeige bereit, die ihnen bereits mehrere Meter vor der Kreuzung signalisiert, ob sie zum Erreichen der nächsten Grünphase schneller oder langsamer fahren sollten.
Zudem verspricht die Technik eine verbesserte Verkehrssteuerung für Rettungs- und Einsatzwagen: Rückt ein Blaulichtfahrzeug aus, erhält es grünes Licht, während alle anderen Verkehrsteilnehmer buchstäblich rotsehen. Ein Jahr lang soll die KI-Ampel von Essenbach noch den Verkehr steuern, ehe das Pilotprojekt ausgewertet wird.