Es ist ein Kreuz mit dem Europäischen Patentamt. Dort reichen Autohersteller Bilder von neuen Modellen ein, um sich frühzeitig die Rechte am neuen Design zu sichern, und laufen damit Gefahr, einen amtlichen Frühstart hinzulegen. Denn allzu häufig tauchen die blassen Schwarz-Weiß-Fotos im Internet auf. Das musste zuletzt Mercedes schmerzhaft feststellen, als erste Fotos des neuen E-Klasse-Cabrio die Runde machten. Jetzt hat es Kia erwischt. Genauer: die nächste Generation des Kia Sportage. Eigentlich erst für die Premiere auf dem Genfer Salon 2010 vorgesehen, zeigen die Bilder aus der Patentanmeldung den kompakten Allradler schon heute in seiner ganzen Pracht.
Kia Sportage 2010
Überraschungen? Wenig. Wie erwartet präsentiert sich der Sportage als dynamisches Kompakt-SUV, das seinem großen Bruder Sorento fast aus dem Gesicht geschnitten ist. Ein Verdienst von Design-Chef Peter Schreyer, der seit seinem Amtsantritt versucht, den Kia-Modellen eine einheitliche Designsprache zu verpassen. Dazu gehören bei den koreanischen Allradlern zukünftig ein chromumrandeter Kühler, modern geschwungene Scheinwerfer und die zu einem Lächeln geschwungene Frontschürze. Genaue technische Details gibt es aktuell noch nicht. Durch die enge Verwandtschaft zwischen Kia Sportage und Hyundai ix35 muss man allerdings kein Prophet sein, um die verfügbaren Motorsierungen voraussagen zu können: ein 160 PS starker Zweiliter-Benziner sowie ein 2,0-Liter-Common-Rail-Diesel in zwei Leistungsstufen (136 und 170 PS). Übertragen wird die Kraft per manuellem Sechsganggetriebe oder per Sechsstufen-Automatik – entweder auf alle vier Räder oder, um ein paar Euro zu sparen, auch nur an die Vorderachse.