Wer sich einen Kia Stinger GT zulegt, beweist sich als Freund des Exotischen. Schon seit 2017 ist der Koreaner auf dem Markt, verglichen mit Konkurrenten wie Audi S4 TFSI, BMW M340i oder Mercedes-AMG C 43 sieht man ihn aber so gut wie nie auf deutschen Straßen. Dabei hat der 370 PS starke Stinger zwei entscheidende Vorteile: Umfangreiche Ausstattung ab Werk und einen deutlich kleineren Preis. Das gilt natürlich umso mehr für gebrauchte Exemplare.Weil der Stinger GT schon ab Werk nicht teuer ist, hält sich zwar auch der Wertverlust in Grenzen. Trotzdem liefern gepflegte Stinger GT aus erster oder zweiter Hand ein bombastisches Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieser aus dem Baujahr 2019 steht in Kempten zum Verkauf . Er wartet mit einigen Tuning-Extras auf und soll nur 33.490 Euro kosten!

20 km/h schneller als ein Audi S4

Kia Stinger 3.3 V6
Sportliches Design: Laien würden beim Anblick des Stinger GT wohl nicht als erstes auf Kia tippen.
Mit einem Stinger GT fällt man auf, wohin man auch fährt. Die 4,83 Meter lange Limousine macht mit sportlichen Schürzen, Kia-typischem Tigernose-Grill, ellenlanger Motorhaube und Coupé-haft abfallendem Dach auf sich Aufmerksam. Dieser setzt mit mattschwarzen Brock-Felgen in 20 Zoll, 30 Millimeter Tieferlegung per H&R-Federn und Maxtone-Anbauteilen noch einen drauf. Die Optik ist aber nicht nur Aufschneiderei. Im GT arbeitet ein 3,3 Liter Twinturbo-V6 mit 370 PS, der den zwei Tonnen schweren Allrad-Kia in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Langsamer als ein Vorfacelift-S4 mit Benziner, dafür versägt ihn der Stinger GT mit 270 zu 250 km/h Top-Speed. Um den standesgemäßen Sound kümmert sich hier eine Bastuck-Auspuffanlage aus dem Zubehör. Brembo-Bremsen bringen den Koreaner zum Stehen, ein adaptives Fahrwerk sorgt für die nötige Kurvendynamik. (Kia hat dem Stinger ein Facelift spendiert!)

Der GT ist nur mit Vollausstattung zu haben

Kia Stinger 3.3 V6
Leicht abgegriffenes Lenkrad, ansonsten wirkt das Stinger-Cockpit gepflegt. Etwas altbacken: der kleine Infotainment-Bildschirm.
Den Stinger GT gibt es grundsätzlich nur mit voller Hütte. Das einzige technische Extra ist ein Panorama-Glasdach, das hier verbaut ist. Zusammen mit dem aufpreispflichtigen schwarzen Lack lag die UVP bei 57.280 Euro. Dafür gab es eine enorm umfangreiche Ausstattung. Unter anderem sind ein Soundsystem von Harman Kardon, Navigation, ein adaptiver Tempomat, ein beheiztes Lenkrad, belüftete Vordersitze, Sitzheizung vorne und hinten, LED-Scheinwerfer und eine ganze Armada an Assistenzsystemen serienmäßig an Bord. Nur der kleine Infotainment-Bildschirm und die analoge Tachoeinheit sind nicht mehr wirklich zeitgemäß. Das Stauvolumen liegt mit 406 bis 1114 auf Konkurrenzniveau, der Kofferraum lässt sich durch die oben angeschlagene Heckklappe aber einfacher beladen.

Fünf Jahre Garantie

Laut Anzeige hat der Stinger seit der Erstzulassung im April 2019 bereits 60.800 Kilometer bei zwei Vorbesitzern abgespult. Happig, dafür ist die Limousine offenbar unfallfrei und scheckheftgepflegt. Richtig fair ist der Preis: 33.490 Euro möchte der Händler noch für den Kia haben, das sind fast 24.000 Euro weniger als die ehemalige UVP! Im Preis inbegriffen sind frische HU und satte fünf Jahre Garantie. Damit wird dieser Stinger vollends zum Schnäppchen. Hier gibt es weitere gebrauchte Kia Stinger mit Garantie!

Von

Moritz Doka