"Papi, wann sind wir endlich da?" Kennen Sie das? Kaum sind die Kleinen angeschnallt, wollen sie wieder aussteigen. Kein Wunder: In den engen Kindersitzen fühlen sich Kinder oft wie gefesselt. Immerhin ließen sich die Hersteller in den letzten Jahren einige Kniffe einfallen, um die Sitze für unseren Nachwuchs bequemer zu gestalten und die oft recht umständliche Bedienung zu vereinfachen. Beispiele: • Durchdacht: Die Schlafposition beim Cybex Pallas lässt sich einstellen, ohne das Kind abzuschnallen und dabei zu wecken. • Vielseitig: Recaros Young Profi Plus kommt auf Wunsch mit Buggy, Kinder- und Babyschalenwagen. • Komfortabel: Die Fußstütze des Maxi-Cosi Rodi XR verhindert eingeschlafene Kinderbeine. • Preiswert: Bei Maxi-Cosi kann man die Isofix-Basis* vom Pebble für den größeren Pearl weiterverwenden.
Für die Sicherheit der Kinder ist die richtige Kindersitz-Größe entscheidend. Gruppe 0/0+: bis 13 Kilogramm. Die Babyschale nur auf dem Beifahrersitz anschnallen, wenn der Airbag ausgeschaltet ist. Sonst droht Lebensgefahr. Gruppe 0/1: von Geburt bis 18 Kilogramm. Den Gruppe-0/1-Sitz stramm mit dem Autogurt anschnallen. Dann das Kind mit den Fünfpunktsitzgurten im Kindersitz sichern. Gruppe 1: 9 bis 18 Kilogramm. Bei Gruppe-1-Sitzen reguliert eine Gurtklemme in Schulterhöhe den Gurtverlauf. So kann dieser stets der Größe des Kindes angepasst werden. Gruppe 2/3: 15 bis 36 Kilogramm. In Sitzen der Gruppe 2/3 werden größere Kinder angeschnallt. Bei ihnen wird der Gurtverlauf an Schulter und Hals nur über die Höhe des Sitzkissens reguliert. Die detaillierten Testergebnisse lesen Sie in der Bildergalerie. Und hier geht es zum Kindersitz-O-Mat.
Welcher Sitz für welches Kind? Hier finden Sie es heraus

*) Update: Maxi-Cosi ruft Isofix-Basisstation zurück!

Welche  Kindersitze taugen was?
Achtung, Nachtrag zu den Kindersitzen Maxi-Cosi "Pebble" und "Pearl": Nach Redaktionsschluss gab Maxi-Cosi bekannt, dass alle vor dem 3. März 2010 produzierten FamilyFix-Basisstationen zurückgerufen werden. Im Falle eines Unfalls gewährleiste die Basis möglicherweise nicht mehr die optimale Sicherheit und den gewünschten Schutz für das Kind. Mehr Infos zum Rückruf gibt es hier!

Fazit

von

Birgit Meier
Gute Kindersitze müssen nicht nur sicher sein, sondern sich auch einfach bedienen lassen und Komfort bieten. Was nützt ein sicherer Sitz, wenn Kinder nicht darin sitzen wollen, weil er eng ist oder sie darin schnell schwitzen? Windet sich das Kind im Sitz, ist die Sicherheit dahin. Die meisten Hersteller haben das erkannt und bauen ihre Sitze entsprechend. Das kostet leider ein bisschen mehr.

Von

Birgit Meier