Bei heißen Temperaturen im Sommer ist sie für viele Autofahrer die letzte Rettung: die Klimaanlage. Sie sorgt dafür, dass man bei über 30 Grad im Straßenverkehr einen kühlen Kopf bewahrt. Durch die verbesserten Bedingungen wird die Konzentration gesteigert, was wiederum die Gefahr für Unfälle senkt.
Allerdings sorgen die Klimaanlagern für einen erhöhten Verbrauch. Der liegt aber im verkraftbaren Bereich, wie ein ADAC-Test zeigt.
Im Schnitt liegt der Mehrverbrauch bei zehn bis 15 Prozent. Dabei kommt es darauf an, ob man eine manuelle, halb- oder vollautomatische Klimaanlage hat und wo man unterwegs ist.
So liegt der Mehrverbrauch in der Stadt bei rund 20 Prozent, was auf 100 Kilometern rund einen Liter ausmacht. Der Mehrverbrauch außerhalb von Ortschaften bei einem Durchschnittstempo von 100 km/h beträgt sechs Prozent, was etwa 0,3 Liter je 100 Kilometern entspricht. Der Mehrverbrauch im Leerlauf liegt bei rund 70 Prozent, das sind 0,4 Liter pro Stunde.

Weitere sinnvolle Mittel

Der ADAC verweist allerdings noch auf weitere sinnvolle Mittel, ein Auto zu kühlen. So sollte man vor Fahrtbeginn Fenster öffnen und durchlüften. Eine Wärmeschutzverglasung schützt das Aufheizen von Autos deutlich. Generell gilt: Je mehr Fenster, desto mehr Wärme dringt ins Innere.
Die übliche Wohlfühltemperatur liegt zwischen 21 und 23 Grad.
Bild: Ralf Timm

Daneben räumt der Autoclub mit einer weit verbreiteten Annahme auf: Die Autofarbe spielt im Grunde keine Rolle, denn ob ein Auto eine helle oder dunkle Lackierung habe, mache beim Temperaturanstieg nur ein bis zwei Grad Celsius aus, so der ADAC. Daneben gibt der ADAC noch Tipps, wie man beim Kühlen Sprit sparen kann.

So kann man zusätzlich sparen

Gut lüften, also Türen und Schiebedach öffnen, anschließend allerdings auch wieder schließen. Außerdem die Luftaustrittsdüsen öffnen und so einstellen, dass der Luftstrom möglichst über die Schultern der vorne sitzenden Personen geblasen wird.
Darauf achten, die Klimaanlage nicht zu kühl einzustellen. Die übliche Wohlfühltemperatur liege zwischen 21 und 23 Grad, so der ADAC. Auf Körperpartien sollte man die kühle Luft aufgrund von Erkältungsgefahr auch nicht blasen.
Die Kühlung sollte kurz vor Ende der Fahrt ausgeschaltet werden, das Gebläse allerdings nicht. Das verhindert Restfeuchtigkeit im Lüftungssystem, die Bakterien- und Pilzbefall und somit Geruchsbildung begünstigt.