Lichtautomatik einschalten, Mitdenken ausschalten – diesen Eindruck gewinne ich aktuell, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Gerade in der "grauen Suppe", die der Herbst für uns in Norddeutschland momentan wieder bereithält, sehe ich vorausfahrende Fahrzeuge auf der Autobahn oft erst sehr spät – denn sie fahren mit Tagfahrlicht. Das heißt: Hinten ist alles dunkel.

Bei aktiviertem Tagfahrlicht bleiben die Rückleuchten dunkel

Natürlich, die Lichtautomatik ist praktisch. Einmal aktiviert, wählt sie für jede Tageszeit die passende Beleuchtung. Tagsüber brennt das Tagfahrlicht, und sobald es dämmert, werden Abblendlicht und Rückleuchten eingeschaltet. Doch gute Lichtverhältnisse bedeuten nicht automatisch auch gute Sichtverhältnisse.
Gerade Nebel oder Starkregen, wie sie in der aktuellen Jahreszeit häufig auftreten, sorgen dafür, dass man wenig sieht. Für die Automatik ist es aber nach wie vor hell genug, also schaltet sie nur das Tagfahrlicht ein. Die Rückleuchten bleiben dann dunkel. Das heißt: Im Ernstfall wird man von hinten zu spät oder vielleicht auch gar nicht gesehen.

Abblendlicht auch am Tag einschalten

Das Tagfahrlicht schützt die Autofahrer in den meisten Ländern mit Lichtpflicht zwar vor einem Knöllchen; die gleichzeitig ausgeschalteten Rückleuchten können aber gerade auf der Autobahn bei schlechter Sicht zu einer Gefahr werden, wenn die Personen am Steuer nahender Fahrzeuge nicht mehr schnell genug reagieren können.
Deswegen mein Appell: Bitte schalten Sie gerade jetzt im Herbst immer das Abblendlicht ein! Natürlich ist die Automatik-Funktion bequem, doch bei modernen Autos müssen Sie auch für das Abblendlicht nicht mehr viel tun: einmal einschalten und fertig. Wenn Sie den Wagen abstellen, schaltet sich auch das Licht aus – so intelligent sind Autos mittlerweile.