Kosmera bringt Drive-Unit für Hypercars im Handgepäckformat
Vier Elektromotoren treiben Hypercars auf über 3000 PS

Vier Motoren, 1200 Volt und über 3000 PS: Die Dreame-Submarke Kosmera aus China zeigt einen extrem starken Elektroantrieb in Handgepäckgröße. Alle Infos!
Bild: Kosmera
Ein weiterer Player auf dem chinesischen Markt ist Dreame, hierzulande eher für Saugroboter oder Haarstyling-Tools bekannt. Erst im Mai machte die Marke mit seinem Raketenauto "Nebula Next 01 Jet Concept" auf sich aufmerksam, da platzt auch schon die nächste Bombe: Unter der 2025 eingeführten Submarke Kosmera nutzt Dreame seine geballte Tech-Kompetenz jetzt für ein ganz eigenes Performance-Projekt. Im Fokus steht ein komplett neu entwickelter Elektroantrieb, der in Sachen Leistungsdichte neue Maßstäbe setzen soll.
Kompakt, aber mit satter Leistung
Kern des Ganzen ist eine extrem kompakte Drive-Unit, die kaum größer als ein Handgepäckkoffer sein soll. Und genau darin steckt der Wahnsinn: Ein einzelnes Antriebsmodul mit zwei E-Motoren liefert laut Hersteller satte 1577 PS (1160 kW). Davon kommen gleich zwei zum Einsatz – eines vorne, eines hinten. Vier Elektromotoren ergeben rechnerisch über 3154 PS (2320 kW) – die tatsächliche Systemleistung dürfte jedoch darunter liegen.
Die Technik dahinter ist ebenso spannend wie die Zahlen selbst. Kosmera setzt – wie auch AMG im kürzlich präsentierten AMG GT 4-Türer – auf moderne Axial-Fluss-Motoren. Diese sind besonders kompakt gebaut und ermöglichen gleichzeitig eine hohe Leistungsdichte.

Der ründliche Kühler und die aufgestellten Kotflügel des Star Matrix sehen verdächtig nach Bugatti aus.
Bild: Kosmera
Im Gegensatz zu herkömmlichen E-Motoren verläuft der elektromagnetische Fluss parallel zur Drehachse des Motors satt senkrecht zur Drehachse. Kombiniert mit einer 1200-Volt-Architektur, Siliziumkarbid-Invertern und einer Carbon-verstärkten Rotorstruktur ergibt sich ein Antrieb, der nicht nur auf maximale Power, sondern auch auf Effizienz und optimierte Kühlung ausgelegt ist.
Ein weiterer Fokus liegt auf Dauerleistung. Statt nur kurzzeitig brachiale Zahlen abzuliefern, soll das System seine Leistung möglichst konstant abrufen können.
Star Matrix und Star Racer
Diese extreme Technik soll gleich in zwei Modellen zum Einsatz kommen: dem Star Matrix und dem Star Razer. Der Star Matrix gibt sich optisch als viertürige Hyperlimousine mit klaren Anleihen von Bugatti: großer Hufeisen-Grill, aggressive Lufteinlässe und ein wuchtiges Heck mit Spoiler und Diffusor.
Der Star Razer zeigt sich etwas eigenständiger, bleibt aber ebenfalls extrem flach und sportlich gezeichnet. Beide Modelle setzen auf eine gemeinsame Plattform und den gleichen radikalen Antrieb. Innen ist jeweils ein Viersitzer-Layout geplant, womit sich die Fahrzeuge klar zwischen Hypercar und Luxuslimousine positionieren.

Mit seiner flachen und tiefen Motorhaube sieht der Star Racer extrem sportlich aus.
Bild: Kosmera
Produktion auch in Deutschland?
Parallel zur Technik-Offensive treibt Kosmera offenbar auch seine Europa-Strategie voran. Laut eigenen Angaben prüft der Hersteller derzeit mehrere Standorte für ein großes Werk – darunter ausdrücklich auch Optionen in Deutschland. Im Raum steht ein Milliarden-Investment, mit dem langfristig eine lokale Produktionsbasis für den europäischen Markt aufgebaut werden soll.
Branchenbeobachter halten es dabei für gut möglich, dass hier nicht nur klassische Modelle vom Band laufen, sondern auch ein besonders leistungsstarkes, emotional positioniertes Elektroauto. Möglicherweise also genau die Art Extremfahrzeug, die technisch zum neuen 3000-PS-Antrieb passen würde.
Ambitionierter Leistungs-Hammer
Noch sind viele Werte ambitionierte Ziele und keine bestätigten Serienangaben. Doch diese Ziele lassen keinen Zweifel daran, dass Kosmera nicht einfach nur in den Markt einsteigen, sondern ihn direkt herausfordern will.
Mit mehr als 3000 PS würde man selbst extreme Elektro-Supersportler wie den BYD Yangwang U9 Xtreme oder den Rimac Nevera R übertreffen und zeigen, wie viel Potenzial im neuen Motor- und Plattformkonzept steckt.
Nun bleibt wie immer abzuwarten, was genau Kosmera aus seiner Vision in die Realität umsetzt.
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