Krass: Soviel kostet ein Reifenwechsel beim McLaren F1
Reifenwechsel zum Preis eines Neuwagens
Bild: AUTO BILD Montage
Einen Supersportwagen in der Garage, davon träumt wohl so mancher Lottogewinner. Na klar, ein Ferrari oder ein ähnliches Gefährt ist dann wahrscheinlich schon drin, aber man sollte auch die Folgekosten bedenken, sonst rinnen einem die gewonnen Euro schneller durch die Hände, als einem lieb sein kann. Und dabei reden wir hier nicht von dem ständigen Tanken, sondern von immer wieder fälligen Serviceleistungen.
Wer etwa das Glück hatte, einen der nur 75-mal gebauten Straßenversionen des McLaren F1 zu ergattern, und dafür sind schon mal locker zweistellige Millionen-Beträge fällig, wird beim ersten Werkstattbesuch mächtig staunen.
Inspektion für 30.000 Euro
Allein ein Ölwechsel schlägt mit etwa 8000 Euro zu Buche. Wird der zusammen mit der jährlichen notwendigen Inspektion vorgenommen, sollen die Gesamtkosten so bei rund 30.000 Euro liegen.

Ein Reifenwechsel bei einem McLaren F1 kostet schnell so viel wie ein Neuwagen.
Bild: McLaren
Wer glaubt, dass sei teuer, denkt vielleicht noch in Golf-Regionen. Und sollte den Blick mal auf den normalerweise zweimal im Jahr fälligen einem Reifenwechsel richten. Dafür müssen nämlich rund 50.000 Euro auf den Tisch gelegt werden.
Neue Reifen erfordern neue Abstimmung
Ein Satz der Spezialreifen kostet allein schon 6000 Euro. Sind die einmal montiert, muss das gesamte Fahrwerk des McLaren F1 neu abgestimmt werden. Das soll laut McLaren notwendig sein, um Ungleichgewichte in der Luftverteilung der Reifen und das Alter des Materials auszugleichen. Nur so könne das Fahrzeug seine Leistung voll entfalten.
Dazu gehört dann auch noch eine umfangreiche Prüfung und Einstellung der kompletten Bremsanlage, die an die neue Bereifung angepasst werden muss. Alle diese Arbeiten schreibt der Hersteller auch dann vor, wenn nur ein Pneu, beispielsweise nach einer Panne, getauscht werden muss.
Nach dem Reifenwechsel auf die Rennstrecke
Ordentlich ins Geld geht die ganze Angelegenheit auch deshalb, weil es mit dem Werkstattbesuch allein längst nicht getan ist. Die Anforderungen des Herstellers an die Halter eines F1 sind ungleich höher. Nach der Montage soll nämlich mal eben eine Rennstrecke gemietet werden, auf der ein zertifizierter Fahrer des Unternehmens zusammen mit geschultem Personal dafür sorgt, dass das Auto mit den neuen Reifen auch so fährt, wie es soll. Auf Kosten des Halters natürlich.
Der Traum vom eigenen Supersportwagen kann so dann auch schnell zu einem Alptraum werden.
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