Krieg treibt Spritpreise nach oben: ADAC gibt Tipps
So tanken Sie trotz hoher Ölpreise am günstigsten

Bild: picture alliance/dpa | Andreas Arnold
Der Nahost-Konflikt zeigt Wirkung – und zwar direkt an der Zapfsäule. Mit einiger Verspätung treiben die Spannungen zwischen Israel und dem Iran die Spritpreise in die Höhe. 16 Cent mehr für Diesel, 14 Cent mehr für Benzin – innerhalb weniger Tage. An einer Referenztankstelle sprang der Dieselpreis von 1,49 auf 1,65 Euro, bei Super E10 ging es von 1,62 auf 1,76 Euro nach oben. Für viele Autofahrer bedeutet das: Eine 60-Liter-Tankfüllung kostet bis zu 9,60 Euro mehr als noch vor einer Woche.
Besonders bitter: Auch Super Plus kratzt wieder an der Zwei-Euro-Marke – zuletzt lag der Literpreis bei 1,90 Euro. Inzwischen scheint ein Spritpreis jenseits der 2-Euro-Grenze wieder realistisch.
ADAC zeigt: Wer abends tankt, spart bis zu 6 Euro
Die Unsicherheit auf dem Weltmarkt kommt zu einer Zeit, in der die Preisschwankungen im Tagesverlauf ohnehin ein Rekordniveau erreicht haben. Laut aktueller ADAC-Studie liegt die durchschnittliche Differenz zwischen teuerstem und günstigstem Tankzeitpunkt mittlerweile bei bis zu 13,3 Cent pro Liter. Besonders betroffen: Diesel.
Der Preispoker beginnt ab 6 Uhr morgens – ab dann klettern die Preise steil nach oben. Zwischen 7 und 8 Uhr erreicht das Preisniveau seinen Tages-Höchststand. Erst am Abend wird es wieder günstiger. Die günstigste Zeit zum Tanken: zwischen 19 und 20 Uhr, knapp gefolgt vom Zeitfenster zwischen 21 und 22 Uhr.
Acht Preisspitzen pro Tag
Im Mai 2025 zählte der ADAC acht Preisspitzen pro Tag – so viele wie im Vorjahr. Das bedeutet: Autofahrer können mittlerweile fast zu jeder Tageszeit zu teuer oder zu günstig tanken – je nachdem, wie gut sie den richtigen Moment erwischen.
Die Unterschiede sind gewaltig: Bis zu 6 Euro Ersparnis pro Tankfüllung (50 Liter) sind laut ADAC drin – allein durch den optimalen Zeitpunkt. Wer zusätzlich noch auf Super E10 statt E5 umsteigt (sofern das Auto dafür freigegeben ist), spart im Schnitt weitere 6 Cent pro Liter. Und wer dann auch noch gezielt günstige Tankstellen ansteuert, kann sein Portemonnaie endgültig entlasten.
Fazit
Die Eskalation im Nahen Osten sorgt erneut für einen massiven Preisschock an deutschen Tankstellen – und der Trend könnte sich fortsetzen, wenn sich die Lage nicht beruhigt. Wer clever tankt, kann die schlimmsten Ausschläge abfedern – aber sicher ist: Der nächste politische Konflikt könnte bereits der nächste Preistreiber sein.
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