Kurioser Rückruf beim Elektroauto Air
Lucid ruft Fußmatten zurück

Bild: Lucid Germany GmbH
Im Regelfall betreffen Rückrufe ganze Autos – bei Lucid ist das aktuell anders. Der Elektroautohersteller aus Kalifornien ruft Allwetter-Fußmatten zurück, die zum Sicherheitsrisiko werden können. Das Problem: Auf der Fahrerseite kann sich die Matte so verschieben, dass sie auf das Fahrpedal drückt und das Auto ungewollt beschleunigt. Eigentlich sollten Noppen an der Unterseite die Schmutzfänger an Ort und Stelle halten.
Betroffen sind exakt 4294 Lucid Air. Allerdings nur in den USA, denn die Fußmatten wurden im dortigen Zubehörshop verkauft. (Lucid Air: erste Fahrt im Topmodell!)
Jetzt gibt es nur noch eine Matte mit Verankerung
Inzwischen sind sie da nicht mehr zu finden. Nur noch eine andere Variante, die mit einer Verankerung ausgerüstet ist und darum offenbar nicht rutscht, wird noch angeboten. Deutsche Fahrzeuge scheinen nicht von dem Problem betroffen.

Im Lucid-Shop gibt es inzwischen nur noch die Schmutzfänger mit Verankerung. 250 Euro kostet das Set.
Bild: Lucid
In dem Rückruf wird betont, dass es laut Lucid bislang keinen Unfall wegen der Gas gebenden Fußmatten gegeben habe. Aber sicher ist sicher. Darum sollen die betroffenen Air-Besitzer in den USA die Allwettermatten jetzt sicherheitshalber aus dem Fußraum entfernen. Der Kaufpreis wird ihnen zurückerstattet.
Laut der US-amerikanischen Fahrzeugsicherheitsbehörde NHTSA ist das Problem bereits im Sommer 2024 aufgefallen. Damals hatte ein Vertriebsmitarbeiter zunächst den Verdacht, das Fahrpedal eines Lucid Air habe kurzzeitig geklemmt. Ein paar Wochen später hätten sich die ersten Kunden über im Fußraum rutschende Matten beschwert.
Toyota hatte mal ein ähnliches Problem
Es ist nicht das erste Mal, dass Fußmatten für Ärger sorgen. Der wahrscheinlich bekannteste Fall: 2009 musste Toyota weltweit Millionen Autos zurückrufen, weil sich die Fußmatte unter die Bremse schieben konnte. Zunächst hieß es, dass es darum auch tödliche Unfälle gegeben habe. Gutachter stellten später fest, dass die Unglücke durch Fahrfehler ausgelöst worden waren.
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